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Die mörderische Sehnsucht nach dem „Tag X“

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Rechtsextreme wollen die Bundesrepublik abschaffen - und bereiten sich darauf vor. Es fällt schwer, vor lauter Einzelfällen den Überblick zu behalten.
Vor vier Wochen durchsuchten Fahnder des Staatsschutzes das Wohnhaus eines Rechtsextremisten im niedersächsischen Seevetal bei Hamburg. Sie fanden 250 scharfe Gewehre und Pistolen, dazu Tausende Schuss Munition. Die Staatsanwaltschaft sagt, der Mann sei durch seine „Zuwendung zum Nationalsozialismus“ aufgefallen. Was der 54-Jährige mit den Waffen plante, ist unklar. Wenige Tage später wurden in Nordrhein-Westfalen 31 Polizisten vorläufig suspendiert. Sie hatten sich per „WhatsApp“ in einer Gruppe namens „Alphateam“ vernetzt, dabei Fotos von Hakenkreuzen und Adolf Hitler ausgetauscht. Innenminister Herbert Reul (CDU) sprach von einer „Schande für die Polizei“.
Am Donnerstag berichtete das ARD-Magazin „Monitor“, dass auch Berliner Polizisten in einer internen Chatgruppe rassistische Inhalte geteilt hätten. Ihr Vorgesetzter habe davon gewusst. Es fällt schwer, noch den Überblick zu behalten angesichts der in diesem Jahr ausgehobenen Waffendepots, bekannt gewordenen Chatgruppen und Verbindungen von Sicherheitskräften in die rechtsextreme Szene. Politiker und Prominente, deren eigentlich geschützte Adressen zuvor von Polizeicomputern abgefragt wurden, erhalten Todesdrohungen eines „NSU 2.0“. Eine ganze Kompanie des Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr (KSK) ist derart von Rechtsextremen durchzogen, dass die Bundesverteidigungsministerin ihre Auflösung anordnet.
Sie wollen mit der Bundesrepublik abrechnen
Was die Extremisten eint, ist der Wunsch nach einem politischen Umsturz – in der Szene bekannt als „Tag X“, an dem die demokratisch verfasste Bundesrepublik gewaltsam beseitigt und durch ein neues System ersetzt wird. Bereits im Mai warnte das Innenministerium vor verstärkten Bemühungen Rechtsextremer, einen solchen „Tag X“ Wirklichkeit werden zu lassen und dabei die Coronakrise für ihre Zwecke zu nutzen: Gruppen könnten versuchen, einen Umsturz herbeizuführen und dabei mit verhassten Funktionsträgern der Bundesrepublik abzurechnen.
Der „Tag X“ wird von extrem Rechten seit Jahren herbeigesehnt. Dabei gilt er nicht nur als vage Erlösungsfantasie. Es gibt konkrete Pläne, wie er ablaufen soll. Eine, die sich mit den „Tag X“-Fantasien intensiv beschäftigt hat, ist die thüringische Bundestagsabgeordnete und Innenexpertin Martina Renner (Linke). Am Telefon sagt sie, die bekannt gewordenen Fälle, in denen sich Akteure konkret auf einen Umsturzversuch vorbereiten und dafür Vorkehrungen treffen, hätten erschreckende Ausmaße angenommen. Das Herbeisehnen des Tag X sei das „einende Band“ unterschiedlichster Akteure von Reichsbürgern bis zu Extremisten in Spezialkräften der Bundeswehr: „Und ich habe nicht den Eindruck, dass der Rechtsstaat entschieden genug gegen diese Gefahr vorgeht.“
Öffentlich gewordene Fälle würden immer noch als singuläre Ereignisse betrachtet. Dies werde auch dadurch begünstigt, dass bei manchen Verdachtsfällen der Generalbundesanwalt in Karlsruhe ermittelt, bei anderen die Staatsanwaltschaften der Länder: „Ich bezweifle, dass man da die Zusammenhänge sieht.“ Weit verbreitet sei die Überzeugung, der „Tag X“ müsse genutzt werden, um politische Gegner die Träger des aktuellen politischen Systems, zu beseitigen. Detaillierte Pläne dazu hatten etwa Mitglieder des vor drei Jahren aufgeflogenen Netzwerks „Nordkreuz“, einer Chatgruppe, in der dutzende Rechtsextreme, darunter Soldaten und Polizisten, miteinander kommunizierten: Verhasste Politiker und Flüchtlingshelfer sollten demnach entführt und auf Militärlaster geladen werden, um sie an Straßensperren der Polizei vorbeizubringen, bevor man sie erschieße.
Bei einem „Nordkreuz“-Mitglied fand die Polizei Ordner mit Steckbriefen politischer Gegner. Zudem gab es Pläne, in großen Mengen Leichensäcke und Ätzkalk zu bestellen, beides hilfreich beim Verschwindenlassen Ermordeter. Das ZDF ist im Besitz von Mails, in denen ein Akteur aus dem Umfeld von Nordkreuz bei einem Waffenhändler Abzeichen „für gewisse Führungspersonen“ in Auftrag gab – und „Erkennungszeichen vor und nach Tag X“. Der Gründer des „Nordkreuz“-Chats, der Scharfschützenausbilder Marko G., verschickte Anweisungen an Gruppenmitglieder: „Desto besser die Kommunikation, umso einfacher ist die Organisation und das Sammeln untereinander am Tag X. Doch bis dahin gilt es für jeden von uns, so wenig wie möglich aufzufallen.“
2019 musste sich G. vor dem Landgericht Schwerin verantworten. Bei einer Razzia hatten Ermittler etliche Schusswaffen und mehr als 50.000 Schuss Munition gefunden, Ein Großteil davon illegal. Seine rechtsextreme Gesinnung spielte in dem Verfahren keine Rolle. Im Dezember wurde G. wegen illegalen Waffenbesitzes zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Die Staatsanwaltschaft ging in Revision.
Vorbereitungen für einen „Rassenkrieg“
„Das milde Urteil war ein Erfolg für Marko G. und seine Unterstützer“, sagt Martina Renner am Telefon. „Das konnte man schon daran erkennen, wie der Verurteilte noch im Gerichtssaal feierte.“ Renner kritisiert zudem, dass G. bisher als einzigem Nordkreuz-Mitglied der Prozess gemacht wurde. Das sei auch ein fatales Signal an alle anderen Gruppen, die von einem Ende der Bundesrepublik träumten. Dass diese existieren, hat sich im laufenden Jahr mehrfach gezeigt.
Einige Beispiele:
Die Bundestagsabgeordnete Martina Renner hat mehrfach solche Schreiben bekommen. Sie sagt am Telefon, sie wünsche sich, dass der Generalbundesanwalt die Ermittlungen an sich ziehe. Vorigen Monat wurde Renner zudem mit Recherchen des RBB-Magazins „Kontraste“ konfrontiert: Der Chef eines Sicherheitsunternehmens aus Hamm, bekannt für enge Kontakte in die rechtsextreme Szene, soll gegenüber Mitarbeitern mehrfach über den nahenden „Tag X“ schwadroniert haben. Dabei soll er explizit Renner als eine derjenigen genannt haben, die an einem solchen Tag ermordet werden müssten.
Das apokalyptische Motiv des „Tag X“ sei nicht neu, sagt der Soziologe Matthias Quent am Telefon. Bereits unter den Wegbereitern des Nationalsozialismus habe ein „rassistischer Kulturpessimismus“ geherrscht – also die Überzeugung, das eigene Volk werde untergehen, falls man nicht sehr bald handle. „Manche wollen den ersehnten Zusammenbruch des aktuellen Systems beschleunigen, indem sie durch Anschläge ethnische Spannungen erzeugen und so einen Bürgerkrieg auslösen.“ Das sei auch Ziel der Gruppe „Revolution Chemnitz“ gewesen, deren acht Mitglieder im März zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt wurden.
Die Vorstellung von einem „Tag X“ ist auch unter sogenannten Preppern allgegenwärtig – einer Szene von Menschen, die sich auf einen vermeintlich drohenden Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung, etwa nach massiven Stromausfällen oder Naturkatastrophen, vorbereiten und gegenseitig Tipps geben, die Krise zu überleben. Die meisten Prepper begreifen sich als unpolitisch, allerdings finden sich auch Rechtsextreme in der Szene, die Übergänge sind teils fließend.
Sie sehen die Bundesrepublik als „krankes System
Beim Messengerdienst Telegram etwa hat der Kanal „Prepper_Deutschland“ derzeit fast 4000 Abonnenten, er ist nach eigenen Angaben der größte deutschsprachige zum Thema. Hinweise zum Aufstellen von Tierfallen und eine Einführung in „germanische Heilkunde“ findet man hier ebenso wie explizit rechtsextreme Inhalte. Die Bundesrepublik wird als „BRD-Konstrukt“ verhöhnt sowie als „krankes System“, zu dem man sich „Alternativen“ aufbauen solle. Die Mehrheit der Bundestagsabgeordneten gehöre „lebenslang“ ins Gefängnis. Der Kanalbetreiber warnt vor „Asylinvasoren“ und einem unmittelbar bevorstehenden Bürgerkrieg, ruft zur Planung „gemeinsamer Aktionen“ auf.
Politisch sei man hier jedoch nicht, schreibt der Betreiber in seinem Kanal. Es handle sich um eine „harmlose Gruppe“.
Vergangenen November berichtete der „Spiegel“ über deutsche Prepper, die sich auf dem russischen Facebook-Pendant vk.com in einem Forum namens „Überlebensgruppe“ vernetzt und dort Mordfantasien und Hetze gegen Migranten verbreitet hatten. Nach Erscheinen des Artikels wurde das Forum gesperrt. Auf Telegram existiert die „Überlebensgruppe“ jedoch weiter: Nutzer teilen dort Hetzschriften wie die antisemitischen „Protokolle der Weisen von Zion“ und bezeichnen die Bundesrepublik als „totalitären Polizeistaat“. Sie geben sich auch geben sich gegenseitig Tipps, wie man sich nach Abtauchen in den Untergrund am besten vor den Ermittlern versteckt.
„Kampf der Nibelungen“ in Ostritz
Auch unter rechten Kampfsportlern ist die Sehnsucht nach einem „Tag X“ weit verbreitet, sagt der Autor Robert Claus am Telefon. Er hat für sein gerade erschienenes Buch „Ihr Kampf“ in der Szene recherchiert. Militante Neonazis begreifen Kampfsport demnach als Möglichkeit, sich körperlich für den Moment des politischen Umsturzes zu rüsten und auf mögliche Straßenkämpfe vorzubereiten. Wie genau das Leben danach aussehe, bleibe auch hier enorm vage, sagt Claus.
Konsens sei jedoch, dass mit Abschaffung der Demokratie auch die Migration gestoppt und so die Erhaltung der weißen Rasse gesichert werden soll. Da deutsche Neonazis diesen Wunsch mit französischen, polnischen und russischen teilen, werden mittlerweile europaweite Turniere zur Vernetzung veranstaltet, an denen ausschließlich hellhäutige Kämpfer teilnehmen dürfen.
Als größtes Turnier Westeuropas gilt der „Kampf der Nibelungen“. Voriges Jahr sollte er im sächsischen Ostritz ausgetragen werden, doch die Gemeinde verbot die Veranstaltung mit der Begründung, diese diene der „rechtsextremen Kampfertüchtigung und damit der Vorbereitung eines politischen Kampfes“. Das Oberverwaltungsgericht bestätigte diese Einschätzung.
Die diesjährige Ausgabe sollte offiziell am kommenden Wochenende stattfinden und diesmal an einem geheimen Ort aufgezeichnet und im Internet übertragen werden. Daraus wird wohl nichts: Vorletzte Woche haben Ermittler in Magdeburg auf dem Gelände eines Motorradclubs sowohl den aufgebauten Boxring als auch die geplanten Kämpfer angetroffen und die Veranstaltung per Verbotsverfügung beendet. Vermutlich sollte der diesjährige „Kampf der Nibelungen“ hier voraufgezeichnet werden.
Stark ideologisiert und kampferprobt
Die Angehörigen dieser Szene, sagt Robert Claus, seien „einerseits stark ideologisiert, andererseits kampferprobt und -gewillt“. Das halte er für eine „gefährliche Mischung“, es sei vorstellbar, dass Einzelne terroristische Attacken ausführen. Die Rostocker Kampfsportgruppe „Baltik Korps“ kokettiert in ihrer Selbstbeschreibung: „Wir sind die, die nicht auf den Tag X warten müssen, weil wir der Tag X sind.“
Auch die Bundestagsabgeordnete Renner warnt vor Terrortaten. Sie glaube zwar nicht, dass es „irgendwo in Deutschland eine geheime schwarze Reichswehr gibt, die hunderte Mann umfasst und einen Kommandeur hat, der das Signal für den großen rechten Aufstand gibt.“ Mit Sicherheit gebe es jedoch „aberdutzende Männer, die seit Jahren der Gedanke umtreibt, man müsse jetzt dringend handeln.“ Da sei es nicht abwegig, dass eine kleine Gruppe zu dem Schluss komme zu sagen: Wir fangen jetzt mal an. „Wie die ausgebildet sind“, sagt Renner, „kann auch eine Handvoll von denen in Minuten eine Menge Menschen töten.“
Matthias Quent, der Soziologe, sieht neben der Gefahr realer Terrortaten auch die eines „schleichenden Erodierens demokratischen Engagements“ – allein durch die bloße Androhung derartiger Gewalt. Mit ihren Fantasien einer Abrechnung am „Tag X“ schüchterten Rechtsextreme ihre Gegner ein, erzeugten eine „Aura der Gewalt“. Darin, sagt Quent, sehe er „für die Demokratie eine größere Gefahr als in der unmittelbaren Wirkung tatsächlicher Anschläge.“
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DSA-Tutorial für Gurkentruppen: Der Entdecker

Der ForscheEntdecker: Ein Job, der voller Träume, Gefahren und einer potentiell endlosen Fundgrube an Indiana Jones - Jokes ist. Sieht man ihn sich genauer an, so umschließt dieser Job eine vielfältige Myriade an Kombinationsmöglichkeiten aus diversen Gebieten. Die vielen unterschiedlichen Wissensbereiche, gepaart mit ausgewählten Handwerkstalenten und der Prise Magie, die zur Entschlüsselung all der arkanen Geheimnisse der Welt dien… oh, Moment, das war der myranische arkane Forscher - mein Fehler. *Ahem* Der Forscher: a big piece of useless ************.
Mit der Profession des Entdeckers (ehemals Forschers) erscheint ein helles Licht der alten Würde, immerhin existiert der Beruf schon seit das DSA-Franchise selbst noch ganz klein war. Diese Jobgruppe ist dabei so essentiell und integrativ passend für die mythisch-mysteriösen Welt des schwarzen Auges, dass er es sogar in den Kanon der aventurischen Archetypen geschafft hat, die mit fast jeder Basisbox mitgeliefert wurden. Darunter befanden sich auch wohlbekannte Meilensteine wie etwa der garethische Krieger mit Topfhaarschnitt, die thorwalsche Piratin mit dem übermäßig herausstechenden Ausschnitt, die tulamidische, tief in deine Seele blickende Magierin oder sogar auch der auf seinem Bild immer so verführerisch-kampfgeil lächelnde Zwergensöldner. Die Darstellung des Entdeckers in dieser Box war schon alleine dank seinem Bild sehr aussagekräftig: Leicht bucklig und mit anbahnendem Wohlstandsbauch über einem Buch gebückt - und genau so spielt er sich auch. Natürlich mit dem Unterschied, dass man lediglich seine Anfangsausrüstung hat, weder körperliche Fitness noch - im Regelfall - finanzielle Absicherung vorweisen kann und das Schwert auf seinem Rucksack dient im besten Fall nur zur Zierde. Der Entdecker krankt nämlich an einem für Powergamer abschreckenden Leiden: Keine geilen, stackbaren oder Effizienz steigernden Vergünstigungen, wie sie etwa Krieger oder Magier bekommen, bei gleichzeitig sehr gestreuten Anfangstalenten ohne Fokus auf weder körperliche, noch gesellschaftliche, noch kämpferische Talente. Sogar im magischen Bereich geht spieltechnisch ohne einen zweiten Beruf oder Elfenblut höchsten eine viertelmagische Begabung und auch die saugt einem die wenigen GP weg, die man eigentlich durch die Erstellung eines derart GP-unaufwendigen Chars als Schmankerl auf den Weg mitbekommt. Die Frage ist jetzt: Was kann man mit diesem Unfall eines Jobs nun alles machen?
Das erste was es zu wissen gibt ist, dass der Forscher in genau einer Talentklasse den meisten anderen Jobs einfach davonfährt: Wissenstalente. Während z.B. ein Magier genauso darauf Zugriff hat, jedoch seine mühselig erbettelnden AP in Zauber und AsP steckt, kann der Entdecker all seine Punkte wahllos in dieser Kategorie verprassen. Wenn man bei der kurzen und relativ simplen Erstellung tatsächlich einen Powergamer findet, kann dieser sogar einzelne Wissenstalente schon alleine mit den Anfangs-AP auf 7-10 heben. Wer kann schon behaupten, dass man als Stufe 1 Held frisch aus dem Generator mit einem Heraldikwert von 9 dem Gruppenkrieger (der gerade noch genug Punkte übrig hatte, um seinen Schwertwert auf 15 AT zu heben, während er mit Schildkampf 2 auf 16 PA kommt) erklären muss, dass sein sich selbst gemaltes Wappen eine in drei Kulturgruppen klar als Beleidigung empfundene Darstellung des Körpergeruchs der jeweiligen Frau/Mutter des dortigen Herrschers widerspiegelt. Das wird ihn zwar nicht davor retten, dass der jähzornig-impulsive Krieger ihm das so aufwendig mit Heraldik 2 und Malen/Zeichnen 1 hergestellt Schild quer über die Rübe zieht, aber zumindest wird der eingebildete/vorlaute/besserwisserische Forscher jetzt hoffentlich seine Lektion gelernt haben. Okay - wird er nicht - aber man kann ja noch träumen. Das Problem bei diesem starken Fokus auf Wissenstalente und eventuell auch auf Natur- oder einzelne Handwerkstalente (z.B. Kartographie, etc.) ist ein leider immer wiederkehrender inflationärer Prozess der Sondererfahrungen. Beinahe jedes Abenteuer gibt mindestens eine SE auf irgendein Wissenstalent und wenn die Gruppenspieler auch nur einmal das Wort “Rollenspiel” gehört haben, werde ihre Helden die Wissenstalente ihrer respektiven Profession auch irgendwann steigern. Besagter Krieger wird sicherlich an einem Zeitpunkt in der fernen Zukunft beginnen in den Winterpausen in paar der übrig gebliebenen Talente in Heraldik zu stecken und dank den letzten Abenteuern im Auftrag der Kirche hat er auch immer schön brav Götter und Kulte oder Sagen/Legenden per Sondererfahrung praktisch gratis in die Höhe treiben können. Hat man nun z.B. einen Natur-, Kampf-, Magie-, und Dieb/Sozialchar in der fünfköpfigen Abenteurerexpedition, was bleibt da an Wissen noch übrig für den Forscher? Gesteinskunde? Sprachenkunde? Rechtskunde? Zu schade, der Naturchar ist ein Geode - also lebt er praktisch mit Gesteinskunde. Der Magier kann 5 Sprachen und der Sozialchar ist ein Phexgeweihter, der sich als strahlender Praiot ausgibt. Mit jedem zusätzlichen AP und jedem bestandenen Abenteuer verliert der Forscher an Bedeutung. Eventuell kann er sich durch die Kenntnis wirklich seltener Sprachen über Wasser halten, aber wer spielt schon einen “HELDEN” um als glorifizierter Dolmetscher benutzt zu werden.
Eine andere Möglichkeit ist die besagte Rollenspielkunst. Wenn man weder kämpfen, noch laufen, noch in der Wildnis überleben kann, so bleibt immer noch das wichtigste Talent einer jeden Gruppe: Die Mitspieler davon abbringen, sich selbst zu töten. Als Entdecker hat man den Luxus kein essentieller Teil der Gruppe sein zu müssen/können, nicht immer in seinen Jobschienen denken zu brauchen, oder seine AP für eben jene charspezifischen Talente ausgeben zu müssen. Es gibt keine teuren Kampf- oder Magiesparten, die Unmengen an Erfahrung verschlingen und wenn man einen Herkules im Team hat, braucht man auch körperlich nicht so viel machen. Man kann einerseits der Kit sein, der die Gruppe zusammenhält und andererseits denjenigen Mimen, der für die restlichen Idio… Subjekte am Spieltisch spricht. Ein Entdecker hat keine polarisierenden Verpflichtungen, keinen bindenden Ehrenkodex oder muss low-profil dem nächstbesten Gesetzeswachhund ausweichen. Ein Forscher ist blank, simpel und im besten Fall ein weiterer NPC in den Augen der bösen bösen Gegner. Welcher Magier wird jemals seine AsP auf einen mid-life Vorstadtbürger abfeuern, wenn daneben dieser muskulöse Krieger mit gezogenem Schwert auf ihn zuläuft, dessen Schild auf seltsame Weise auch noch die untote Schwester des Zauberers beleidigt? Welcher Bogenschütze zielt bei allem ernst als erstes auf den, auf den ersten Blick eher als Packtier durchgehenden Wissenschar, wenn ein Geode drei Schritt daneben mit einem Stein spricht, der sich dann plötzlich zu bewegen beginnt? Man ist nun mal low-priority und mehr oder minder eine Witzfigur im Vergleich zu den restlichen Superhelden der Gruppe und das kann man nutzen. Sowohl als Sprecher, im Kampf und wenn es darum geht, den Questgeber davon abzulenken, dass seine Tochter am Schild des Kriegers abgebildet wurde.
Wenn man nun in der Gruppe nicht untergehen will, so braucht es Durchsetzungsvermögen und eine innere Triebkraft, die selbst den Phex/Praiosgeweihten beeindrucken sollte. Meine Forscherin etwa ist eine Echsenfanatikerin, die gerade Geweihten, Elfen und Thorwaler in die Echsensümpfe treibt, weil sie die Hochkultur dieser gottgleichen Wesen der Welt offenbaren will. Jeder einzelne in der Gruppe kann sie mit einer Hand am Rücken überwältigen, sie kann weder in der Natur überleben, noch mit den paar Anfangs-AP irgendetwas anderes tun, als groß reden und blank in eine Richtung zeigen. Trotzdem hat sie in der Gruppe die Hosen im Sumpftarnmuster an, ist top ausgerüstet und weiß, wann man sich hinter der Autorität des Boroni oder den Äxten der Thorwaler verstecken muss. Ob die Echsen sie jetzt mögen werden oder sie die Heldengruppe mit ihrem blanken Echsenwahn ins Verderben führen wird, liegt in der Zukunft - es sei jedenfalls so gesagt, dass sie sich durch nichts aufhalten lassen wird, was ihre “genial-intelligenten” Begleiter nicht dank ihrer beeindruckenden Führungsqualitäten besiegen können sollten. Drückt mir die Daumen…
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DSA-Tutorial für Gurkentruppen: Der Ritter

Achte jede gutherzige Kreatur! Schütze jedes Leben! Befolge und verteidige die Gesetze der Götter! Diene deinem Lehnsherrn! Sprich und bewahre das Recht! Einen wahren Ritter zu spielen, birgt eine Vielzahl an Prinzipien und Verpflichtungen, weshalb der ach so freie Ritter vielleicht einer der unfreisten Spielercharaktere in DSA sein könnte. Zumindest auf dem Papier, denn ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass ich in den Augen der besagten Ritterspieler immer so ein gedrungenes Funkeln beobachten konnte. Ein Funkeln und Brennen, welches nur gestillt werden konnte, wenn man zu den beruhigend melodischen Klängen der mittelalterlichen schwerer-Stein-Bande “Eisenschuh” als schwer gerüsteter Reiter mit aufwändig angeschmiedeten Federbannern auf der Rückseite der archaischen Brustplatte einen flachen Hügel johlend herunter galoppiert, nur um dem oder den armen Subjekt/en und/oder Kreatuen am Fuß besagter Erhebung den Tag mit imaginären Werten um die “4W + 8 + Ansage” so richtig zu verhageln. Je nach Situation kann besagter Ritter mit dieser so herbeigesehnten Situation eines bis alle seiner Gelübde in wenigen Sekunden brechen, aber was sind schon ein paar Tage lang ingame-Mali, wenn man dafür eine so richtig geile Geschichte zu erzählen hat - wahrscheinlich aber in erster Linie nur einem Praioten, weil man bekanntlich alle seine verdammten Prinzipien schon wieder mal vergessen hat.
Hierbei sei angemerkt, dass man zwischen zwei interessanten Richtungen dieser primordialen Schlachtmaschine unterscheiden kann. Auch wenn uns DSA 5 weismachen will, dass man zwischen Hof-, Raub- und Heckenritter auswählen kann und somit eine nette Pointe an real-mittelalterlichen Geschichtsverlauf entdecken kann, bleibt man doch lieber wirklich in der Welt des schwarzen Auges und kehrt bei DSA 4.1 zu den wahren (“jüngeren”) Wurzeln des Rittertums zurück. Da Knappe mehr oder weniger schon ein eigener, sehr differenzierter Beruf ist, unterscheidet man auf der einen Seite den traditionellen, in der Zeit stecken gebliebenen Ritter vom alten Schlag, wie man sie in Andergast, Nostria und im Bornland kennt. Diesem Testosteron geladenen Chad gegenüber steht auf der anderen Seite der Vanilla Ritter aus gutem Hause, der mehr oder minder ein Adliger aus blankem Zufall ist und den Titel eher ehrenhalber bekommen hat. Ihr müsst verstehen, dass die fortschrittlichen Reiche, wie eben das Mittel- oder das Horasreich, sich schon längst von diesen “alten” Traditionen getrennt haben und auf etwas neuwertig-militarisiertes in Richtung “Schwere Reiterei” setzen. Somit wird diese eigentlich doch sehr prestigeträchtige Rolle ausgelagert und alle die es schaffen, ein gepanzertes Pferd in einer Formation zu reiten, erhalten früher oder später den Rang eines Ritters. Dieser “Ehrentitel” ist dabei schon derart inflationär vergeben worden, dass es ihn selbst als blanken Zusatztitel zum Abendessen gibt. Wie bitte, eine Orkhorde abgehalten? Ritter. Bei einem Turnier den fragwürdig gefärbten Kämpfer aus den Dämonenlanden besiegt? Ritter. Die Diebe des neuen, goldenen Altars der Praioskirche gestellt? Ritter! ... ... ... aber zuerst 20 Peitschenhiebe, weil der Altar eine Kerbe hat. Wie ihr seht, ist es keine wirkliche Leistung mehr, als Ritter benannt zu werden - dadurch, dass er einfach so vergeben werden kann, kann man ihn bekanntlich kaufen und welcher reiche Baron schickt nicht mal gerne eine halbe Monatssteuer nach Gareth, nur damit der horizontal wachsende Sohn des Hauses auf seiner extra gepolsterten Ferrari-Menschentransportbox einen grob gehauenen Helm aufsetzen kann, und seinen geschundenen Träger die Sporen mit den Worten: “Onward, my trusty servs” geben kann. Ob so eine Kreatur überhaupt weiß, wie ein ritterlicher Kodex buchstabiert wird ist in den besten Fällen fragwürdig. Nein, so schaut keine wahrer Ritter aus - echte Männer gibt es nun mal nur in eisigen Wüsten und urig-dichten Wäldern.
Die Ritter vom alten Schlag erhalten ihren Titel nicht durch lächerliche Taten oder der einen oder anderen Prise Korruption, gespickt mit viel Vitamin B. Diese Sorte von andergaster Steineiche wird geboren, geschult und indoktirni…. eh.. mit vollem Herzen auf ihre Aufgabe vorbereitet. Mit wunderbaren Negativbeispielen wie etwa Lord Burgi, beginnt das Leben einer derartigen Maschine auf einem festen Stammsitz im andergaster Hinterland, wo die einzige Form der Selbstbestätigung darin besteht, die Bauern zu schikanieren oder von ihnen angebetet zu werden. So fernab jedweder Zivilisation (was in den drei erwähnten Königreichen jetzt wirklich keine Kunst ist) ist die ritterliche Familie auf ihrer Burg das Gesetz: Der Burgherr mimt einen minderen Gott, seine Steuereintreiber und Vasallen sowohl rechtschaffene, als auch das Recht vollstreckende Engel und sein Nachfolger die Hoffnung auf einen besseren, wenn auch immer noch minderen Gott. Steigert sich diese neue Hoffnung richtig in seine Ausbildung und überlebt den Rückschlag von zu viel Alkohol, Frauen und natürlich das Waffentraining mit den wirklichen Henkern eines Andergaster Heerbanns (looking at you tjostfanatischer KO 18, KK 18, KL 8 Ritter), der kann tatsächlich von seinem ehemaligen Job als Knappe zu einer Rückkehr der Edlen in die Heldenriege beitragen. Das Ergebnis ist ein Prachtstück eines Heldenbogens, der zeitgleich das Gegenteil des typischen Adligen und dennoch dasselbe ist. Dieselbe Pflichten, Macht und das zu tragende Gewicht, mit dem Unterschied, dass diese Last von einem treuen Ross und keiner Sklavensänfte gestemmt wird und man - wenn man erstmal in Bewegung ist - nicht die Kreatur sein will, die einen aufhalten soll. Dazu kommen noch strahlende Vorteile wie etwa eine eigene Rüstung - wenn man richtig tief in die GP-Truhe greift auch fürs Pferd - das ritterexklusive Privileg an Tjosten bei Turnieren teilnehmen zu dürfen und natürlich auch den ganz eigenen Dachschaden. Glaubt ihr wirklich, dass es gesund ist, einen Andergaster schon seit jüngster Kindheit täglich eines mit dem Holzschwert über zu ziehen? Man zeige mir einen einzigen frisch gestanzten Eisenfanatiker, der auch nur einen einzigen Punkt mehr in nutzlose Eigenschaften wie KL oder IN steckt, bzw. dabei immer noch einen halbwegs hohen CH Wert vorweisen kann. KO, KK, MU, GE, FF, CH, IN, KL - in dieser Reihenfolge skillt der mittelalterliche Panzer seine durchpflügenden Fähigkeiten. Die ersten drei um tatsächlich das eigene Grundbild zu bestätigen, GE und FF um auf dem verdammten Gaul zu bleiben und es steuern zu können, und für den Rest… gibt es eine komplett eigene Charakterklasse.
Richtig, der Knappe. Glaubt ihr wirklich, dass dieser ach so eigenständige Job nur zum Spaß eine Untergruppe des Ritters ist? Oh nein, ein Knappe ist eigentlich das überlebenswichtigste Asset eines jeden Eisenmannes. Dieser starrsinnige Elch muss natürlich all seine Punkte in Waffen-, Körper- und einige wenige anderen Talente wie Etikette, Abrichten, Tierkunde und Kriegskunst stopfen, da bleibt sonst nichts übrig. Und genau aus diesem Grund hat der Knappe eine Lebensberechtigung. Wer kennt nicht die so antik-gememeten Situationen in Rollenspiel-Games, bei der der Freund seiner Freundin das Spiel schön redet, weil es gemeinsam viel mehr Spaß macht und er insgeheim lediglich einen persönlichen Heiler braucht. Diese “Knappenfalle” existiert auch in DSA, denn was für ein Zufall, unserer Gruppe fehlt noch ein Spieler, ich will unbedingt einen Ritter spielen und DU! kannst ja dann einfach den Knappen dazu beisteuern. Du musst nichts machen, folgst mir einfach immer und wir werden ssooooooo viel Spaß haben gemeinsam. Wir reden hier vom notdürftig und aus blanker Not zusammengeschusterten Monster Frankensteins, der eigentlich ein Knappe und damit Mini-Ritter ist, aber irgendwie nur Natur-, Wissen-, Handwerks-, Sprach-, und soziale Talente vorweisen kann. Wie bitte, du willst mehr sein als nur sein externes Hirn mit zwei Beinen? “Ach sag das doch gleich, natürlich hat mein Ritter - so aufgeschlossen ist er ja - überhaupt kein Problem, wenn du sowas wie einen Viertelmagier spielst. Habe ich dir übrigens schon von diesem voll starken und komplett OP-Spell namens Balsam erzählt?”
Ob jetzt eine wandelnde Schande oder doch unaufhaltsames Ende eines jeden Dungeonbosses, ein Ritter hat und wird immer seinen speziellen Platz in der Welt des schwarzen Auges haben. Schon alleine, weil man mit Leuten wie Bornländern oder Andergastern immer bildungsresistente Bauern/Leibeigene hat, die weiterhin brav an die gottgleiche Person eines ritterlichen Oberherrn glauben werden, egal wie viele “revolutionär-bürokratische Neuerungen” auch noch kommen werden. Es liegt daher am Spieler selbst festzulegen, welche Geschmacksrichtung er lieber auf seinem Edelstahl auftragen will. Vielleicht ein böser Tyrann mit faltiger Stirn und tiefem Lachen, der mit harter Hand regiert? Oder doch lieber einen gutmütigen Erlöser mit leuchtendem Schwert und weißer Robe, der Monster in zwei spaltet und das Böse vertreibt? Ich kann es kaum erwarten diese Entscheidung irgendwann am Ende meiner langen Ausbildung selbst zu treffen, doch jetzt müsst ihr mich entschuldigen, mein Lehnsherr ist wieder mal beim Wettsaufen vom Stuhl gefallen und wozu hat er mich, wenn nicht um seine Alkleiche auf sein Pferd zu hieven.
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Reiners EKG - Kapital 12

Eure Kommentare sind mir wichtig! Deswegen finde ich es immer ziemlich schade, wenn die Zermeddelung eines Sabbs bedeutet, dass man nichts mehr nachlesen kann. Daher würde ich mich freuen, wenn ihr nicht unter diesem Post, sondern stattdessen in meinem Profil antworten könntet. Dem wurden bislang noch nicht die Brügl nausgschmaaßt und eure Gedanken bleiben der Nachwelt erhalten.
Kapital 12. Wir müssen reden.
Ein Junge aus Deutschland im Wilden Westen?
"Reise im Mondlicht" wird uns nicht nur vom Lustlord, sondern auch vom Ethnologen- und Historikerlord präsentiert. Deswegen möchte ich diese Kapitalbesprechung mit einer Erklärung anfangen, warum schon dieser erste Satz vollkommen hanebüchen ist.
Der 28jährige Reiner wandert im Jahr 1875 in die USA aus, holt sich eine Lebensmittelvergiftung und wird von Genesee und ihrem Sohn Nodin aufgenommen.
Kolonistenreiner ist erstaunlich progressiv unterwegs, wenn er sich schon 1875 als "Jungen aus Deutschland" beschreibt. Die Reichsgründung ist gerade mal 4 Jahre her und er embraced seine nationalstaatliche Identität bereits vollkommen. Er ist kein deutscher Junge, kein fränkischer Bub, er ist aus Deutschland. Warum sich ein 28 Jahre alter Mann allerdings überhaupt als "Junge" bezeichnet, weiß nur Reiner.
Mit 1875 liegt der Geschichtslord aber sonst ziemlich gut, als "Wilder Westen" wird die Zeit zwischen dem Ende des amerikanischen Bürgerkriegs bis zur Jahrhundertwende bezeichnet. Somit etwa 1865 bis 1890.
Eine rain zeitliche Eingrenzung reicht aber nicht, schließlich muss es auch noch wild zugehen und die Handlung im Westen spielen.
Dass dies nicht der Fall ist, beweisen die Namen von Mutter und Sohn. Vermutlich kam Reiner sich so richtig, richtig episch und bösarsch vor, weil er 1 Recherche gemacht hat. Googelt man "Indianernamen" findet man Genesee und Nodin bei einem der ersten Googletreffer. War bestimmt harte Arbeit.
Genesee stammt aus dem Seneca, einer Irokesensprache. Die Seneca lebten und leben im Gebiet der Great Lakes, also im Nordosten der USA. Ich bin mir nicht sicher, ob Genesee überhaupt ein Personenname ist. Es finden sich einige Flüsse und schöne Täler, die - naja - eben "schönes Tal" heißen, aber keine Frauen, deren Vorname Genesee ist.
Nodin ist Ojibwe, was zu den Algonkin-Sprachen gehört. Eine völlig andere Sprachfamilie also. Noch dazu wird Ojibwe überwiegend in Kanada gesprochen. Der Wilde Westen waren die Teile der heutigen USA, die noch keine Bundesstaaten waren (daher wild) und westlich des Mississippi lagen (daher fucking Westen, verdammt!)
Auf europäische Verhältnisse umgerechnet trifft unser Held quasi in Spanien auf die alleinerziehende Mutter Artemis, die mit ihrem Sohn Přemysl in einem Schwedenhaus lebt.
Schwedenhaus? Reiners Indianer leben indianertypisch in einem Tipi. Blöd nur, dass die Eigenbezeichnung der Irokesen übersetzt "Leute des Langhauses" bedeutet. Weil eben nicht alle Ureinwohner*innen Nordamerikas eine Sprache gesprochen haben und eine Kultur hatten. Aber was kann man von einem Autoren erwarten, für den Afrika ein Land ist, in dem die Leute Afrikanisch sprechen und hungern.
Falls ich euch nicht alle mit meinen nerdigen Ausführungen in die Flucht geschlagen habe, geht nun die eigentliche Analyse los.
Wir schreiben das Jahr 1875 die zeit des wilden Westens war eine zeit in der viele so auch ich nach Amerika fuhren m ihr Glück zu machen. Ich allerdings hatte kein großes Interesse an Kampf und krieg mit Indianern.
Wissen viele ja nicht, "Krieg mit Indianern" ist synonym mit "sein Glück machen".
Es wird Abend und der Kuhjungenlord schürt sich die Pennertonne an und grillt.
Ich hatte an diesem Abend einige Kreuther die ich gefunden hatte zusammen mit meinen Fleisch angebraten.
Würde Reiner Fußball nicht so hassen, dann könnte man glauben, dass er die Schreibweise "Kreuther" von der lokalen Spielvereinigung hat. Oder war er - als einziger Mensch der Welt - schon mal zu Besuch in Vestenbergsgreuth?
Abgesehen davon, dass unser 12 Jahre ausgebildeter Sous-Chef die Kräuter mit ins Feuer wirft und somit verbrennen lässt: Woher hatte er das Fleisch? Er meddlt da durch die unberührte, raue Natur, findet aber einen Bäcker, der ihm ja!-Pressfleisch verkauft?
Es roch verführerisch und als ich es gegessen hatte fühlte ich mich glücklich.
Glücklich. Nicht satt, nicht schläfrig, nicht zufrieden. Glücklich. Da weiß man gleich, wie der Lord zu seinen 200kg kam. Essen ist nicht Genuss und schon gar keine bloße Notwendigkeit. Essen ist die Droge, die einen den traurigen Alltag überstehen lässt.
Dr Now, übernehmen Sie!
Leider waren die gesammelten Kräuter nicht gut verträglich. Nach einer unruhigen Nacht voller Albträume wacht er schließlich bewegungsunfähig auf.
Ich war offenbar in einem Indianerzelt jedenfalls sah es so aus wie in den Büchern die ich gelesen hatte.
Was Reiner 1875 da wohl gelesen hat? Winnetou jedenfalls nicht, denn das erschien erst 1878. Jetzt gab es Westernromane zwar schon zur Handlungszeit der Geschichte, aber populär wurde die Thematik erst später.
Hier verhält es sich wie mit den Namen. Ist es theoretisch möglich, dass eine Senecamulle quer durchs Land gewandert ist und ihrem Sohn einen Hipsternamen verpasst hat? Klar. Aber halt nicht wahrscheinlich. Genau so könnte Reiner zu den ersten gehört haben, die irgendwelche obskuren Romane gelesen haben. Plausibler scheint aber, dass Autorenreiner einfach Blödsinn erzählt.
Ich sah einen vielleicht 11 Jahre alten jungen am feuer in der Mitte des Zeltes sitzen.
Auftritt Nodin! Der sitzt halb nackt rum, rührt ein bisschen im Kartoffel-Lyoner-Gulasch und kann Reiner nicht leiden. Kluger Junge!
Reiner ist immer noch paralysiert und hat Schmerzen, was ihn zu dem Schluss bringt, dass die fiesen Indianer ihn niedergeschlagen und entführt haben. Vollkommen logisch, schließlich ist er am Vorabend glücklich weggeschlummert und seine Albträume wurden nicht dadurch gestört, dass ihm irgendwer das Kriegsbeil über den Schädel gezogen hat.
Nodin bemerkt, dass Reiner wach ist und verlässt fluchtartig das Zelt.
Ich hörte wie er in einer Fremden Sprache rief und schrie. Aber ich hörte niemanden antworten.
Brüllt der Bub die Geister seiner Ahnen an oder warum antwortet ihm niemand? Nach etwa 10 Minuten wird er endlich beachtet und jemand geht mit ihm zum Zelt. Wie Reiner das hören kann, verstehe ich nicht, denn Nodin schreit die ganze Zeit weiter wie verrückt.
Ich wäre abgehauen aber ich konnte mich noch immer nach bewegen.
Fantasiereiner ist offensichtlich nicht so bädäss wie Autorenreiner und wäre feige weggerannt. Wie so ein billicher, kleiner Kagghaider!
Ich Schafte es meinen Kopf ein wenig zu bewegen und sah eine Große Schwarzhaarige Frau [...] Sie sah mich an und kam auf mich zu dabei zog sie ein Messer. Jetzt war alles aus es war eine Schande das es so enden sollte.
Na klar, Genesee will ihn genau jetzt abstechen. Wäre ja nicht einfacher gewesen, ihn während seiner Bewusstlosigkeit umzubringen. Die Melodramatik ist unerträglich. Aus welchem Film hat er bitte "Es ist eine Schande!"?
Eigentlich wollte ich noch Eine Familie gründen und Kinder Zeugen.
Voll unfair, dass er sterbne soll, bevor er ein paar Klainerle in eine Mulle sprietzen durfte!
Dieses Anspruchsdenken macht mich mett. Als ob er der einzige Mensch wäre, der aufgrund von Umständen, die er nicht kontrollieren kann, leidet oder gar stirbt. Als ob nur er Wünsche und Träume hätte. Aber nee, bei irgendeinem dahergelaufenen Meddler aus Deutschland ist es natürlich "eine Schande". Aller, ey.
Mir war klar das die Frau nicht böse war aber in diesen Zeiten war es töricht jemand fremden zu vertrauen besonders wen er von einem anderen Volk stammte.
Bitte was? Die edle Wilde kann freilich nicht böse sein, aber "fremde Völker" sind prinzipiell schlecht?
Genesee kniet sich zu Reiner und schneidet ihm vermutlich die von ihm bisher unbemerkten Fesseln durch. Nodin hat den Fremden gefesselt, obwohl seine Mamer ihm gesagt hat, dass er ohnehin aufgrund eines mysteriösen Gifts gelähmt sein würde. Wegen seiner Unhöflichkeit schimpft Genesee mit ihrem Sohn, der daraufhin wütend aus dem Zelt rennt.
Eigentlich beschreibt der Autor aber nichts dergleichen. Genesees Messer wird nie wieder erwähnt, sie hält plötzlich ein Stück Seil in der Hand und Nodin ist irgendwie sauer. Keine Ahnung, was hier genau passiert, aber die obige Version schien mir am wahrscheinlichsten.
„Du hast eine giftige Pflanze gegessen. Ihr Bleichgesichter wisst einfach nicht was Essbar ist und was nicht.“
Tja, die "Bleichgesichter" sind einfach nicht so naturverbunden wie eine Elfe. Bezüglich Bleichgesichtern und Rothäuten hat Reinerle ganz tief in die Klischeekiste gegriffen. Zwar haben manche Völker sich als rot beschrieben, aber die Seneca oder Ojibwe eher nicht. Bleichgesicht wurde traditionell in fiktionalen Erzählungen verwendet, um einen "unzivilisierten" Charakter zu verdeutlichen. Keine Ahnung, ob der Begriff auch gewohnheitsmäßig in der Realität gebraucht wurde.
Warum Genesee Deutsch mit dem Kolonisten spricht, wird nicht erklärt. Er hat bislang noch kein Wort gesagt, warum sie nicht rumprobiert oder irgendwas mit Händen und Füßen erklärt hat, verstehe ich nicht.
Reiner liegt noch a weng rum, hat schlimm Aua und wird von Genesee gewaschen. Aus Gründen ist er eh schon nackt, deswegen ist das kein Problem.
An manchen stellen Brannte es was ich nicht verstand.
Reiner ist auf einem Feuerameisenhaufen eingepennt. Kein Witz. Ist aber nicht extrem dumm, weil war ja dunkel.
Ich war erst 20
In den Steckbriefen ist er 28. In beiden Fällen ist er noch Jungfrau und findet es daher extrem erotisch, dass eine Frau ihn wäscht.
Hoffentlich muss Reiner nie gepflegt werden, sonst sprietzt er seine arme Altenpflegeazubine noch an.
„Nur die Götter wissen ob du das überlebst.[...]“
Manitou, Reiner! Bei den Elfen heißt das Manitou!
Reiner liegt weiter leidend in der runden Ecke, es wird Abend und Genesee schickt Nodin ins Bett.
Bei meinem Volk hätten die Kinder nicht so gehorcht.
Ja, bei seinem Volk. Den Franggen, vom Stamm der Meddl, da sind Kinder ganz arg rebellisch. Liegt wohl an den traditionellen Gesängen.
Reiner und Genesee starren noch eine Weile wortlos auf das Feuer. Dann zieht sie sich aus und legt sich zu Reiner unters Bisonfell, der daraufhin eine Aufregungslatte bekommt.
Ich wusste das ich diese Nacht wohl kaum ein Auge zumachen würde. Am nächsten morgen wachte ich auf [...]
Tja, da hat sich der Insomnialord wohl geirrt, was?
Nodin ist weg und Reiner weckt Genesee mit seinem Rumgezappel auf.
Als ich versuchte mich zu bewegen wachte sie auf. Sie sah mich an keinerlei Scharm oder Verlegenheit in ihrem blick.
Als edle Wilde hat die uncharmante Genesee natürlich kein Problem mit ihrer Nacktheit. Körperteile verhüllen ist eine Erfindung von prüden Eurobären, die nach dem Ende des Meddlalters nicht mehr von ihren Kindern bei der Fortpflanzung beobachtet werden wollten. Weiß man doch.
Die beiden setzen sich hin und Reiner gafft die nackte Indianermulle charmelos an.
Als ich mein Bein etwas anwinkelte und meine Erektion unter dem Fell hervorkam sah sie mich lächelnd an. „Sieht aus als würde es dir besser gehen.“
*khihihi*
Reiner hat ne Morgenladde!
Leider ist der Zeitpunkt der Entjungferung noch nicht gekommen, denn Nodin platzt ins Zelt.
[S]ie zog mir unauffällig das Fell über die Erektion und ich stöhnte unwillkürlich auf.
Warum macht sie das? Laut Reiner ist es bei Indianers vollkommen normal, dass alle nackt sind oder sogar voreinander Sex haben. Was motiviert sie dazu, eine Erektion zu verstecken, wenn die doch ein ganz alltäglicher Anblick sind?
Nodin kann Reiner immer noch nicht leiden und zeigt das ziemlich deutlich.
„Was hat er den?“ [...] Sein Vater war von Leuten deines Volkes getötet worden.“ [...] „Das ist jetzt etwa ein Jahr her.“ Ich verstand. Klar das es ihm dann nicht passte.
"Klar, dass es ihm dann nicht passte." Danke Reiner, für diese tiefenpsychologisch astreine Analyse einer traumatisierten Kinderseele. Schon blöd, wenn der eigene Rudi von Kolonisten umgebracht wird, da darf man ein bisschen motzig sein.
„Ich nehme an du fragst dich warum ich deine Sprache kann?“
Auch, ja. Aber hauptsächlich frage ich mich, wie du an Reiners Nasenspitze erkennen konntest, dass er Deutscher ist.
„Vor einigen Jahren war ein Mann im Dorf der hier nur kurz war. Aber von ihm lernten ein paar der jüngeren deine Sprache. Damals war ich sehr jung.
Weil Genesee damals so eng war, hat sie mal eben eine Sprache gelernt, obwohl der Typ nur auf der Durchreise war. Ist klar. Üblicher wäre gewesen, dass der Kerl Seneca (oder Ojibwe oder Indianisch...) gelernt hätte. Selbst wenn ein paar im Dorf Deutsch gelernt hätten, hätten die das vermutlich schnell wieder vergessen. Bringt einem im Alltag nichts und kommunizieren kann man eh schon.
Auf Zuruf bringt der brave Nodin Reiner seine frisch gewaschenen Klamotten, die ihm von seiner neuen Indianersklavin angezogen werden.
Korrektur: Als ich angezogen war konnte ich bereits wieder vernünftig sitzen, die Schmerzen ebbten auch langsam ab.
Bitte was? Korrektur? Was zur Hölle?
Nach dem Frühstück meddlt Reiner vors Zelt und sieht, dass sie allein auf weiter Flur sind.
„Die anderen meines Volkes sind weiter gezogen. Ich dachte das es vielleicht an mir lag doch sie meinte. „Mein Sohn und ich wurden ausgestoßen. Der Grund dafür spielt keine rolle. Aber es hat nichts mit dir zu tun das war bevor wir dich fanden.“
Dann hat sich das Thema ja erledigt, ein Glück. Reiner ist nicht derjeniche. Mich hätte zwar wirklich interessiert, warum Genesee und Nodin ausgestoßen wurden, aber hier war der Autor wohl zu faul, sich einen Grund auszudenken.
Anstatt langweilig im Zelt zu sitzen und nichts zu machen, sitzt Reiner jetzt auf einem Baumstumpf vor dem Zelt und macht nichts.
Ich Dachte über die Situation nach. Ich wollte hier in der nähe meine Hütte bauen. Das war auch der Grund warum ich überhaupt hier war
Was für ein bescheuerter Plan! Mitten im Nirgendwo baut ein 20-28jähriger Nichtsnutz eine Hütte, um dann überdacht zu verhungern oder was? Wovon will er leben? Ackerbau schon mal nicht, wenn er sich als erste Amtshandlung im Wilden Westen giftige Kräuter neischürt.
Dann dachte ich über meine Beiden Retter nach
Großzügig!
Als ich sie gefragt hatte wie sie heißt meinte sie lächelnd. „Mein Name ist Genesee“ Als ich sie fragte was es Bedeutet meinte sie. „Mein Name würde in deiner Sprache bedeuten Schönes Tal“ Dabei lächelte sie und ich ahnte das sie auf etwas anspielte.
Kurzer Disclaimer: Ja, ich weiß, dass es in unterschiedlichen Kulturen unterschiedliche Konventionen bezüglich der Namensgebung gibt. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass Reiner nicht weiß, dass in manchen Gesellschaften Namen nicht ab Geburt und für die Ewigkeit vergeben werden.
In Reiners Vorstellung wurde also Mitte des 19. Jahrhunderts ein Mädchen geboren, das von ihren Eltern "geile Mumu" genannt wurde.
Es dämmert und Reiner hat den ganzen Tag auf dem Baumstumpf verschwendet. Nodin ereilt ein grundloser Sinneswandel und er möchte sich jetzt mit Reiner anfreunden. Direkt danach geht er schlafen. Ob da jemand ohne Abendessen ins Bett geschickt wurde, weil er das Betthäschen seiner Mamer nicht mochte?
Nach dem essen das wirklich köstlich war meinte sie. Wir sollten auch schlafen gehen. Ich nickte und fragte. „Wo soll ich schlafen kann? [...]“
Selbstverständlich wieder im Bett der sex-positiven Genesee! Die denkt sich eine weitere Nacht lang nichts dabei, dass die Dauererektion eines Fremden sich in ihren Rücken bohrt und pennt sofort weg.
Mitten in der Nacht hört der Luchsohrenlord ein Gereusch. Irgendein Tier - vermutlich ein Wolf - schnüffelt um das Zelt herum. Der Wolf wiegt demnach mindestens 200kg, wenn sein Geschnaufe so laut ist wie das von Reiner, wenn er nach dem Brüllheulen wieder aufs Sofa plumpst. Sonst würde davon ja niemand aufwachen.
Reiners Gezappel weckt Genesee, die als gute Magical Negro Indianermulle etwas "in ihrer Muttersprache" zu Wölfchen sagt. Der versteht, dass Genesee keine Suppenküche ist und zieht mit seinem hungrigen Rudel weiter.
Die beiden kuscheln wieder miteinander, als Genesee plötzlich aufstöhnt.
„Entschuldige hab ich dir wehgetan?“ Sie kicherte. „Nein aber willst du diene Hand da länger lassen?“ Ich überlegte was sie meinte als mir klar wurde das meine Hand an ihrem Hintern hinab gerutscht war und das was ich da fühlte wohl ihre Muschi war.
Bitte was? Wie soll das gehen, so rein anatomisch? Er rutscht von ihrem Hintern ab und ist an ihren Ladybits? Und wie untervögelt muss die Gute sein, wenn dank einer zufälligen Berührung schon 5 vor Skwiddy ist?
Die unvermeidliche Meddlszene beginnt. Genesee reitet Reiner.
Jeder stoß war tiefer als der vorherige.
Wenn man das Bild glaubt, dann ist das ziemlich eklig und unerotisch. Muss Reiner sich seinen Weg in ihr erst freistoßen, weil sie eben doch nicht so feucht ist, wie er das gerne hätte? Klingt schmerzhaft, aber nicht auf die gute Art.
Ich stieß weitere male in sie und mit jedem stoß spritzte ich mehr in sie.
Wie in jeder Geschichte mit männlicher Beteiligung wird fleißig gespriezt. Leider habe ich "rassiren und duschen mit Happy End" gesehen und weiß daher, dass Reiners Späher sich wirklich desöfteren und mit kleinen Pausen übergibt. Ich als MulleTM finde das einigermaßen merkwürdig. Hat Reiner da ein urologisches Problem, dass er nicht alles in einem Zug rausbekommt, oder ist das eine normale Pensi-Variation?
In der Ferne wieder das Leise Wolfsgeheul und ich lächelte. Der junge lies ein Geräusch hören und ich erschrak. Sie aber meinte. „Keine sorge er hat es nicht mitbekommen.“
Wieder stellt sich die Frage von vorhin: Wieso beschwichtigt Genesee Reiner sofort und woher weiß sie überhaupt, dass Reiner nicht wollen könnte, dass Nodin mithört? Ist doch angeblich ganz normal und der Junge hat das schon 1000x gesehen.
Ich spürte wie sich ihr Körper anfühlte und wusste wen sie es wollte würden wir noch lange zusammen sein.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann meddln sie noch heute.
12, Reise im Mondlicht
Was hat Reiner sich eigentlich bei diesem Titel gedacht? Der Kolonist liegt die meiste Zeit bewegungsunfähig im Zelt. Niemand reist irgendwohin, schon gar nicht im Mondlicht.
Name: Nodin
Sexuellen Neigungen: Keine
Ist doch noch ein Kind ihr kranken
JA WARUM FÜHRST DU IHN DANN ÜBERHAUPT AUF, DU VOLLDEPP??? Die beiden namenlosen Söhne des Hausherren in Kapital 3 haben auch keinen Steckbrief bekommen. Warum unterstellst du den Lesenden, dass sie bei einem 11jährigen sofort fragen, was der wohl für sexuelle Vorlieben haben könnte!?
Abschluss Wort:
[...] Diese Geschichte ist bis zum Schluss Eine Geschichte bei der ich mir unsicher bin ob ich sie so veröffentlichen Kann. Eine Sexgeschichte in der Kinder erwähnt werden sind immer Kritisch besonders wen das Kind im Selben Raum schläft.
Dann... dann lass es doch einfach, Reiner? Schick Nodin tagsüber Feuerholz holen oder Fische fangen und lass Reiner und Genesee nach Herzenslust meddln. Oder lass die beiden des Nachts ins Gebüsch gehen. Wilde Tieren sollten kein Problem sein, Genesee kann ja mowglimäßig mit denen reden.
Außerdem auch wen wir es heute nicht haben wollen war das in der zeit Fakt genau wie im Mittelalter.
Mag sein. Ich bin nicht willens, das nachzugucken. Aber gemessen an den ganzen anderen historischen Fehlern ist es mehr als seltsam, dass gerade dieser Punkt unbedingt akkurat dargestellt werden muss. Namen, Orte und Behausungen sind egal, aber vor Kindern meddln ist der Hügel, auf dem du zu sterben gewillt bist?
Ich Bin ein Aktiver und Extremer Gegner gegen Pädophilie.
Mal abgesehen von dem unsäglichen Virtue Signalling - inwiefern ist Reiner "aktiver" Gegner?
Egal, egal. Ich bin froh, dass dieses Kapital abgeschlossen ist.
Lächelcounter: 16
Es wird unglaublich viel gelächelt und das merkt man auch. Als Schuldigen vermute ich die "Kreuther", die eine Gesichtslähmung verursacht haben.
Speercast:
Kapital 0-2
Kapital 3-4
Kapital 5-7
Kapital 8-9
submitted by _Philippa_ to DrachenlordFanclub [link] [comments]

Transformations Generis

Die Aufwendung, die gesicherte Platzierung und die Aufopferung der Werte, die nicht durch die Anlehnung erw„hnt werden, beziehen sich aus dem Sch”pfer, der alle gehasst hat: "hate god" und verurteilte seine Kreaturen nach den Eigenschaften, die ihn in der Vergangenheit am meisten gepr„gt hatten.
Beziehungspunkt der Liebe und die Gestalt dessen wir uns t„glich entledigen, besteht aus dem H”hepunkt der vergessenen Liebesgestalten. Damit sind die ungew”hnlichen Trag”dien, die H”llenfieberphantasien, das billigste Pornobuch gemeint. Wie bei der Aufdeckung zielen wir darauf ab, uns zu zerst”ren, zu verurteilen, erl”sen. Das alles hat mit der jagenden Fantasie zu tun und seine Liebe darauf zu konzentrieren, die Realisation, dass man eigentlich sein Ego, seine Triebe liebt, welche nur ein Fenster nach Auáen, der unbewussten Fantasie darstellen, ist sicherlich ein Egorush aber dennoch eine sehr klare Realisation.
submitted by thinkingpiece to cnoutp33 [link] [comments]

(German) Geführte Meditation - Präsent sein

Moin moin, ich hab heute morgen eine neue Meditation aufgenommen, bei der es darum geht schön in den Moment zu kommen und Präsent zu sein. Wir sind viel zu sehr damit beschäftigt uns Gedanken über Vergangenheit und zukunft zu machen das wir dadurch das Jetzt verpassen, das Jetzt ist das einzige was existiert. Vergangenheit existiert nur in deiner Erinnerung und Zukunft nur in deiner Vorstellung, beides basiert auf dem einzig realen dem Jetzt, diene Erinnerung ist nur eine Erinnerung an ein jetzt das einmal war und deine Vorstellung ist nur wie das Jetzt sein könnte.
Wenn wir denken heißt das eigentlich nur das wir unzufrieden mit dem Jetzt sind und Probleme mit uns rumschleppen, im Jetzt gibt es keine Probleme, im Jetzt ist alles nur ohne gut und schlecht ohne Probleme und Lösungen. Jetzt ....

Ja wenn ihr Interesse habt, die Meditation ist hier:
https://www.youtube.com/watch?v=LyV-HXP4d4I
submitted by -DasGrueneAuge- to spirituality [link] [comments]

Can anyone please check these through for any mistakes? Vielen Dank!

Q: Es ist wichtig eine Fremdsprache zu lernen?
A: Ja, ich glaube dass es sehr wichtig ist. Die Fremdsprache kann mit deine Karriere helfen, und isr besonders wichtig für die Riese. Meine Meinung nach, es ist höflicher, ihre Sprache als English zu sprechen, wenn man in einem anderen land ist. Auch, lernen Fremdsprachen kann mit anderen Fache helfen- es ist echt gut für deine Erinnerung.
Q: Hast du einen Klassenfahrt gemacht?
A: Letztes Jahr, bin ich nach Frankreich mit Schule gaefahren. Wir sind in einem Hoten in Normandy geblienen, aber die Hotel war besonders schlecht! Die Zimmer war schmutzig und unbequem, aber das Essen war das Schlechteste. Es gab sieben Personen Lebensmittelvergiftung! Glücklicherweise, war die Aktivitäten viel besser- wir gingen zu einem superaffentitengiel Museum und ich habe viele zu die Weltkriege gelernt.
Q: Wie fühlen such deine Eltern über diene Berufauswahl?
A: In der Zukunft, wurde ich ein Ärzt sein. Ich denke dass, mein Eltern soltz auf mich sind, aber sie nicht gern die Kosten der fünf jahre auf Uni! Mein traumberuf würde für das Roten Kreuz arbeiten, also kann ich Flüchtlingen Helen, aber mein Eltern haber viele Angst über das wiel sie es zu gefährlich ist denken. Sie würden mich ein GP bekommen lieber also kann ich in England blieben.
submitted by sadsaucebitch to German [link] [comments]

Über selbstlose Ärzte

https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_87426310/coronavirus-news-italien-schliesst-schulen-opferzahl-rasant-gestiegen.html
Berichten zufolge ist das lokale Coronavirus-Testzentrum des Berliner Universitätsklinikums Charité so überlaufen, dass die Verantwortlichen bereits am Dienstagvormittag Wartende nach Hause schicken mussten. Das berichtet eine Reporterin der "Berliner Zeitung" auf Twitter. Demnach seien bereits um 11 Uhr so viele Wartemarken ausgegeben worden, dass die Klinik kaum noch mit den Tests hinterherkomme.
Offenbar wurden viele Patienten von anderen Krankenhäusern und ihren Hausärzten zur Charité geschickt, die die lokale Untersuchungsstelle für Verdachtsfälle erst vor wenigen Tagen eingerichtet hatte. Die Charité stellte klar, dass ihr Testzentrum vor allem dazu gedacht sei, die eigene Rettungsstelle zu entlasten – und nicht als Anlaufstelle für die ganze Stadt diene. Zunächst hatte der "Tagesspiegel" berichtet.
Zudem sollen mehrere Hausärzte Patienten abgewiesen haben, bei denen der Verdacht auf eine Infektion mit dem Corona-Virus besteht. Das bestätigte das Gesundheitsamt von Charlottenburg-Wilmersdorf ebenfalls dem "Tagesspiegel". Demnach überlege man im Amt, die Fälle der Kassenärztlichen Vereinigung zu melden, weil die Ärzte gegen ihre Pflichten zur Versorgung verstießen. Die betroffenen Praxen hatten dem Amt wohl erklärt, dass sie nicht über genügend Schutzkleidung verfügten.
Auch ein Amtsarzt aus Reinickendorf berichtete einem "Tagesspiegel"-Reporter von einem solchen Fall. Demnach kritisierte der Arzt: "Das ist an der Grenze der unterlassenen Hilfeleistung. Der Arzt nimmt damit auch keine Erkältungspatienten mehr an. Zahllose Leute werden in Reinickendorf von den Hausärzten abgewiesen.

Hier noch ein Schmankerl: ich habe die Quelle aber nicht parat: Wenn ein Arzt in seiner Praxis ohne Schutzkleidung auf einen Corona-Patienten trifft, dann müssen alle in der Praxis für 14 Tage in Quarantäne. Die Regel stammt vom RKI. Arztpraxen und Krankenhäuser gelten als "Superspreader". Der niedergelassene Arzt ist bekanntermaßen selbstständig und Arbeitgeber. Deshalb ist er zur Einhaltung des Arbeitsschutzes verpflichtet. Unterschreitet er den Arbeitsschutz macht er sich womöglich haftbar (Krankheitskosten bezahlt aber die GUV). Da es keine Schutzkleidung gibt und der Arzt (die Gesundheitsämter, die Krankenhäuser, die KV und alle anderen: wenn etwas fehlt, dann kaufe ich das halt) so etwas nicht eingelagert hat, kann er unmöglich den Arbeitsschutz für seine Mitarbeiter garantieren. Anderseits hat die KV gegenüber der GKV und dem Gesetzgeber und haben die Vertragsärzte der KV unterschrieben, die Versorgung der Patienten sicherzustellen. Sie dürfen (vertraglich gegenüber der KV) nicht einmal in Urlaub, wenn der Versorgungsauftrag gefährdet ist. Hinzu kommt, dass bei einer Schließung auch die Erlöse wegfallen. Und die Erlössicherung ist die heilige Kuh des Arztes, hat er doch vom ersten Tag des Studiums an gelernt, die ganze Medizin unter wirtschaftlichen Kriterien zu sehen. Dass niedergelassene Ärzte auch eine Verantwortung für die Versorgungssicherheit auch in schlechten Tagen und in schwierigen Lagen haben, scheint zumindest einigen Ärzten in Heinsberg sehr bewusst geworden zu sein.
KV=kassenärztliche Vereinigung

Es handelt sich somit um das klassische Dilemma eines gesetzlichen Zielkonflikts einerseits und das Dilemma zwischen Eigenschutz und Verantwortung andererseits.
Dass die KV und ihre Vertragsärzte nun als erstes an das TEAM-Prinzip (Toll, ein anderer macht's) denken, ist das schon naheliegend.
submitted by echtIrre to Debitismus_Forum [link] [comments]

Slow Carb

Eine etwas längere Einführung
Auf dieser Webseite haben wir uns auf das Abnehmen mit der Slow Carb Ernährung spezialisiert – wir geben Dir Tipps und Tricks und sagen Dir, wie Du Dich konform zu den Regeln ernährst, wie Du Deine Erfolge kontrollierst, was Du Dir zwischendurch mal gönnen darfst und wie Slow Carb allgemein am Besten funktioniert.
Unter dem Begriff Slow Carb verbirgt sich eine Sammlung von Methoden zum Fettabbau, die bisher hauptsächlich im Bereich der Sport- und Ernährungswissenschaften verbreitet waren. Der breiten Öffentlichkeit waren sie nur schwer zugänglich. Diese Zeiten sind nun aber vorbei!
Bei dieser Form der Ernährung bringst Du Deine Fettpolster zum Schmelzen indem Du Dich 6 Tage pro Woche von ausgewählten Lebensmitteln ernährst und „Ernährungssünden“ auf 24 Stunden pro Woche beschränkst. Diese Methode funktioniert deshalb gut, weil Du Dich nicht dauerhaft einschränken musst. Der sogenannte „Cheatday“ (der Tag an dem alles erlaubt ist) ist ja immer höchstens 6 Tage entfernt. Dadurch schaffst Du es leichter, Dien an den anderen 6 Tagen nach den Regeln zu ernähren.
Heißhunger und Zucker-Yieper lassen wir gar nicht erst aufkommen, indem wir uns an einen proteinreichen Ernährungsplan halten, der spätestens 30 Minuten nach dem Aufstehen beginnt und 3 – 4 Mahlzeiten pro Tag umfasst. Durch das enthaltene Protein und die langkettigen Kohlenhydrate bleiben wir lange satt, nehmen keine unnötigen Kalorien zu uns und können uns auf andere Dinge als Essen konzentrieren. Hungern und Sport treiben ist dabei zum Abnehmen nicht nötig!

Tipps für Anfänger

Wenn Du mehr wissen willst, schau Dich gerne auch auf den Unterseiten um. Dort findest Du alles, was es Wissenswertes über diese Art der Ernährung zu erfahren gibt.

https://www.einfach-slow-carb.de
submitted by SlowCarb19 to u/SlowCarb19 [link] [comments]

PSA: CBD-Hanf ist in Deutschland NICHT legal!

Mit Erschrecken stelle ich immer wieder aufs neue fest, wie hier oder in anderen Deutschsprachigen Subreddits CBD-Hanf als legale Alternative zu Rauschhanf angepriesen wird. Ich weise immer wieder in Kommentaren darauf hin, dass es nicht legal ist, ernte aber häufig Downvotes dafür und es ändert sich nichts an der Situation. Menschen informieren sich nicht richtig, empfehlen es weiter, es wird ohne Nachforschung angenommen und weitergetragen und dann bekommt doch jemand Probleme mit der Polizei, obwohl er der festen Überzeugung war, dass er nichts illegales gemacht hat. Das ist absolut fahrlässig.
Wir haben dafür das BtMG, das eindeutig sagt:
In Deutschland gehören „Pflanzen und Pflanzenteile der zur Gattung Cannabis gehörenden Pflanzen“ und „Haschisch, das abgesonderte Harz der zur Gattung Cannabis gehörenden Pflanzen“, sowie die Tetrahydrocannabinole Δ6a(10a)-THC, Δ6a-THC, Δ7-THC, Δ8-THC, Δ10-THC, Δ9(11)-THC und ihre stereochemischen Varianten gemäß § 1 Betäubungsmittelgesetz (BtMG) in Verbindung mit der Anlage I des BtMG zu den nicht verkehrsfähigen Stoffen. Ohne Genehmigung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sind Anbau, Herstellung, Handel, Einfuhr, Ausfuhr, Abgabe, Veräußerung, sonstige Inverkehrbringung, Erwerb und Besitz von allen Pflanzenteilen des Cannabis nach §§ 29 ff. BtMG strafbar.
Korrekt. Diese Onlineshops sind aber immer im Ausland angesiedelt, meist in Österreich. Das Versenden von dort bereitet den Händlern keinerlei rechtliche Probleme, da die Gesetzeslage dort anders ist. Man kann schließlich auch im Ausland "Rauschhanfsamen" bestellen und bekommt in Deutschland dann trotzdem Probleme mit dem Zoll und darf sich mit dem Vorwurf eines Anbauversuchs herumschlagen.
Nein. Es gibt eine geregelte Ausnahme in Anlage I BtMG zu Cannabis mit niedrigen THC-Gehalt:
wenn sie aus dem Anbau in Ländern der Europäischen Union mit zertifiziertem Saatgut von Sorten stammen, die am 15. März des Anbaujahres in dem in Artikel 9 der Delegierten Verordnung (EU) Nr. 639/2014 der Kommission vom 11. März 2014 zur Ergänzung der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates mit Vorschriften über Direktzahlungen an Inhaber landwirtschaftlicher Betriebe im Rahmen von Stützungsregelungen der Gemeinsamen Agrarpolitik und zur Änderung des Anhangs X der genannten Verordnung (ABl. L 181 vom 20.6.2014, S. 1) in der jeweils geltenden Fassung genannten gemeinsamen Sortenkatalog für landwirtschaftliche Pflanzenarten aufgeführt sind, oder ihr Gehalt an Tetrahydrocannabinol 0,2 Prozent nicht übersteigt und der Verkehr mit ihnen (ausgenommen der Anbau) ausschließlich gewerblichen oder wissenschaftlichen Zwecken dient, die einen Missbrauch zu Rauschzwecken ausschließen
Letzter Satz ist hier die Problematik. Der Anbau ist in Deutschland so oder so nur genehmigungspflichtig möglich und Genehmigungen werden ausschließlich an hauptberufliche Landwirte unter strengen Auflagen und Kontrollen erteilt. Auch gibt es eine eindeutige Rechtssprechung. 2016 wurden Händer verurteilt wegen Handel mit Betäubungsmitteln, die mit solchem THC-armen Cannabis in Deutschland gehandelt haben (OLG Hamm 21.06.2016, 4 RVs 51/16):
Auf die Revision der Staatsanwaltschaft hat das OLG Hamm den Freispruch des Landgerichts aufgehoben.Die vom Angeklagten vertriebenen Cannabisprodukte seien grundsätzlich nicht verkehrsfähige Betäubungsmittel. Die einschlägige Ausnahmevorschrift der Anlage 1 zu § 1 des Betäubungsmittelgesetzes diene nicht dazu, die Bevölkerung mit THC-schwachen Cannabisprodukten zu versorgen und soll nicht das generelle Cannabisverbot aufweichen. Ein zulässiger gewerblicher Zweck sei erst dann gegeben, wenn der Hanf zu einem unbedenklichen Produkt, wie Papier, Seide oder Textilien weiterverarbeitet werden soll. Diese Weiterbearbeitung zu unbedenklichen Produkten müsse gewährleistet sein.
Diese Gewährleistung ist ganz klar nicht mehr gegeben, wenn das ganze in einem Baggie rumgetragen wird, am besten auch noch mit Rauchutensilien, Drehzeug o.ä. am Mann, oder gar schon in einer fertigen Tüte steckt. Die Ausnahme greift hier nicht, wenn die Weiterverarbeitung zu nicht-rauschzwecken nicht gewährleistet ist und somit fällt das Cannabis weiterhin über den ganz oben von mir zitierten Abschnitt des BtMG und ist ein illegales Betäubungsmittel.
Ich hoffe ich konnte hiermit ein paar mehr Leute erreichen und die Verbreitung von Falschinformationen ein wenig eindämmen.
submitted by Kitzu-de to germantrees [link] [comments]

Flo und "Kolumnen / Fakten"

Hi,
Bevor ich mit dem eigentlichen Thema anfange, wollte ich nur mal kurz erwähnen, Ich verfolge Flo (genauer gesagt den You Tube Kanal LeFloid) nun "schon" seit 2013, also seit dem ich 12 bin. (ist semi relevant für eine spätere Aussage)
Zuerst wollte ich sagen, das Flo oft seine Meinungen äußert und sie hinter dem Hintergrund verdeckt, es seien Kolumnen. Also was sind eigentlich Kolumnen? In einer Kolumne gibt ein Journalist seine Meinung über ein bestimmtes Thema preis. Normalerweise ist dieser Spezialist oder zumindest gut informiert über die Themen über die sie berichten.
Dies beinhaltet aber nicht, dass man Themen behandelt über welche man offensichtlich keine Kompetenzen bzw. kein Verständnis hat. Allerdings tut er genau dies in quasi allen Rundumschlag Podcasts. So berichtet man zum beispiel verwundert über einen Vulkan in der Vulkaneifel. Ganz zu schweigen davon. dass es dort drei mehr oder weniger aktive Vulkane gibt. Ein weiteres Beispiel ist jeder Podcast indem über unser Sonnensystem bzw. generell über das Thema Astronomie gesprochen wird. Hierzu gab es im Reddit schon genügend andere Beiträge. Und um nun zur Überleitung zu meinem nächsten Punkt zu kommen: Der Sprechstunden Podcast vom 19.01.2019. Hier sagt Flo sinngemäß zum Thema folgendes: "Olli glaub mir, Das Blut wird überprüft". Auf die frage ob Olli es googeln soll sagt Flo dies sei unnötig es ist Fakt. In diesem Fall hat Flo zwar Recht mit der Aussage, aber das ist nicht immer so.
Um dies zu zeigen will ich einfach mal das neuste Video auf seinem LeFloid Kanal anführen. Hier berichtet er darüber, dass Artikel 13 jetzt härter kommt als vorher abzusehen und dass die SPD eine große Mitschuld trägt. Beide Aussagen sind grundlegend Falsch. Frankreich und Deutschland haben sich auf einen härteren Kompromiss im Gesetzesentwurf geeinigt. Dieser neue Gesetzes Entwurf wird aber vermutlich von der Mehrheit abgelehnt, da tatsächliche Journalisten vom neuen Entwurf eben stärker betroffen sind. Zudem hat die Kanzlerin unsere Justizministerin Katarina Barley (SPD) umgangen. Die versucht hat den entsprechenden Entwurf zu blockieren. Auch schon im Koalitionsvertrag steht auf verlangen der SPD geschrieben, dass es in Deutschland keine Upload filter geben wird. Dies hat das Kanzleramt allerdings mit der bei Merkel liegenden Richtlinienkompetenz umgangen. Es wäre allerdings in der aktuellen Situation sehr ungeschickt die Koalition aufzulösen. Dies hätte vermutlich Neuwahlen zufolge bei denen Die SPD nicht nur nicht mehr mitregiert, sondern es könnten keine sinnvolle neue Regierungskoalition gebildet werden.
Und nun zum Ende der Aussage. Flo verbreitet hier, ob absichtlich oder nicht, Fehlinformationen bzw. Fakenews. Das ist nicht der Hintergrund einer Kolumne. In einer Kolumne versucht man möglichst Fakten basiert seine eigene Meinung darzustellen und nicht den Zuhörern seine eigene Meinung durch Fehlinformationen und durch Fragesätze aufzudrücken. Ich habe hier auch nur die Themen aufgelistet, in denen ich etwas besser Informiert bin, da es mir dort eher auffällt. Ich bin mir sicher, dass dies bei weitaus mehr Themen zutrifft.
Das Resultat daraus ist für mich einerseits ein geringerer Hörgenuss. Zudem möchte ich nicht wissen, wie viele Diskussionen ich mit anscheinenden Fehlinformationen damals mit Freunden geführt habe. Dein Einfluss auf gerade junge Zuhörer ist höher als du denkst und auch wenn ich im Endeffekt meine Argumente nicht nur auf deinen Videos Stütze, da diese oft im Kern eine richtige Aussage haben, muss dies bei anderen nicht zutreffen und legitimiert in gar keinem Fall Verbreitung von Fehlinformationen.
Mein Fazit ist: Bitte verstecke diene Meinung nicht hinter dem Schein es seien Kolumnen, denn dazu fehlt dir oft das nötige Hintergrundwissen. Nicht zu letzt hast du entweder eine sehr naive Herangehensweise in Sachen Politik, oder dir fehlt schlicht und ergreifend das nötige Wissen. Also bitte gib nicht vor Journalist zu sein und sage einfach klar, dass du hier nur nach Gefühl und ohne Faktengrundlage Argumentierst.

An die die bis es bis hierhin geschafft haben, einen schönen Tag noch! :)
submitted by NFTGChicken to Sprechstunde [link] [comments]

Kommentar: Studien-Wachtturm 2019-10 - Teil 1, 1919 und der liebe Gott

1919 – vor 100 Jahren

Quelle
1919 begann eine neue Ära im Predigtwerk, als Jehova seinem Volk die Kraft gab, zu predigen wie nie zuvor. Vorher musste sich jedoch die Lage der Bibelforscher grundlegend ändern.
Rutherford und einige andere hochrangige Personen der Wachtturm-Gesellschaft saßen im Gefängnis. Sie sind verurteilt worden, weil sie ein Buch - Das vollendete Geheimnis - verbreitet hatten, in dem sie gegen die Beteiligung der USA am 1. Weltkrieg Stimmung machten. Um keine weiteren Probleme zu erhalten, entfernten sie die beanstandeten Seiten zunächst aus dem Buch - doch das half ihnen auch nichts mehr.
Während Rutherford & Co. im Gefängnis waren, war es für die Wachtturm-Gesellschaft an der Zeit, den Vorstand neu zu wählen. Das Resultat:
Es waren also alle aus dem Vorstand wiedergewählt worden und Joseph Rutherford sowie William Van Amburgh hatten weiter geschäftsführende Funktionen. Bruder Rutherford würde demnach Präsident bleiben.
Gott sei Dank blieb Rutherford Präsident! Heutzutage gibt es einen solchen Präsidenten ja nicht mehr. Damals war der Präsident derjenige, der bestimmte, was gelehrt wurde. Heute hat er nur noch eine rein rechtliche Rolle inne. Und heute bestimmt die sogenannte leitende Körperschaft, was gelehrt wird. Also eine Gruppe von Männern - zurzeit sind acht Personen in der leitenden Körperschaft. Russell hatte damals eigentlich schon in seinem Testament bestimmt, dass eine Gruppe von fünf Personen die Geschicke der Organisation nach seinem Ableben bestimmen sollten und nicht mehr nur eine Person. Russell wollte also bereits damals sowas wie eine leitende Körperschaft einführen. Rutherford verhinderte dies erfolgreich und sicherte sich die Macht und baute diese durch ein paar Winkelzüge weiter aus. Kurious ist natürlich, dass es doch eigentlich Gottes Wille war, dass es eine leitende Körperschaft gab - sonst gäbe es heute ja keine, oder? Trotzdem konnte eine Einzelperson diesem Vorhaben Gottes einen Strich durch die Rechnung machen. Erst mit dem übernächsten Präsidenten sollte es eine Gruppe geben, die bestimmt, was die “Wahrheit” sei.
Die Entwicklungen rund um den Prozess unserer Brüder könnten ein Anzeichen dafür sein, dass Jehova die Sache leitete. Am 14. Mai 1919 entschied das Berufungsgericht: „Die Angeklagten in diesem Rechtsfall hatten nicht das . . . unparteiische Gerichtsverfahren, auf das sie ein Anrecht gehabt hätten, und aus diesem Grunde ist das Urteil aufgehoben.“ [...] Deshalb konnte Richter Rutherford Jehovas Volk auch weiterhin offiziell vor dem Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten verteidigen, was er nach seiner Entlassung auch oft tat.
Die Entwicklungen könnten ein Anzeichen dafür sein, dass Gott die Angelegenheit leitete? Warum sollte es so wichtig sein, dass die Urteile aufgehoben wurden? Damit Rutherford höchstpersönlich vor Gerichten das Recht zum Predigen einfordern konnte? Gott sollte das nicht nötig haben. Er könnte schließlich auf jede erdenkliche Weise für solche Siege sorgen. Aber da die angebliche Einsetzung des “treuen und verständigen Sklaven” durch Jesus im Jahr 1919 keine sichtbare Grundlage hat, muss wohl unterschwellig dafür gesorgt werden, dass sich in den Köpfen der Gläubigen festsetzt, dass es sehr wohl sichtbare Ereignisse gegeben hätte, die von Gott stammen sollten. Auch wenn sie Gottes Eingreifen an den Haaren herbeiziehen müssen und mit einem könnte diesen Schluss die Zeugen letztendlich selbst ziehen lassen.
Fun fact: Die Probleme, die die Wachtturm-Führung damals bekam, rührten hauptsächlich daher, dass die Schreiber des Vollendeten Geheimnisses (Woodworth und Fisher) den kriegsgegnerischen Prediger, John Haynes Holmes, zitiert hatten. Dessen Ansichten waren der kriegshysterischen USA ein Dorn im Auge. Vor Gericht musste Rutherford zudem zugeben, dass er das finale Manuskript zum vollendeten Geheimnis gar nicht durchgelesen, es aber dennoch abgesegnet hatte (Siehe Transkript: PDF Seite 1056, ab 3062 (ca. 160 MB)). Natürlich war das damalige Verfahren dennoch eine Farce - aus der Rutherford und auch heute noch die leitende Körperschaft enorm viel Kapital schlagen konnten und können. Immerhin basiert die angebliche Legitimation der leitenden Körperschaft auf dieses unfaire Verfahren und der unrechtmäßigen Haft.
Interessierte sich noch irgendjemand für die Botschaft vom Königreich, die die Bibelforscher predigten? Um das herauszufinden, beschloss Bruder Rutherford, einen Vortrag zu halten, zu dem die Öffentlichkeit eingeladen werden sollte. „Wenn niemand zu dieser Veranstaltung käme, wäre unser Werk getan“, sagte Bruder Macmillan.
Der Vortrag sollten das Thema “Die Hoffnung für die bedrängt Menschheit” haben. Es hörten am ersten Tag 3.500 Personen zu. Am nächsten Tag nochmal 1.500. Was sagte das der Wachtturm-Führung?
Die Brüder hatten ihre Antwort: Das Interesse war da!
Ja, das Interesse an einer Hoffnung für die Menschheit war da. Und wie könnte kein Interesse bestehen? Das Ende des 1. Weltkriegs war gerade einmal ein halbes Jahr her. Der Krieg steckte noch allen in den Knochen. Wie sollte kein Interesse an einem Thema bestehen, das Hoffnung für die Bedrängten versprach?
Am 5. September 1919, dem fünften Kongresstag, gab Bruder Rutherford in seiner „Ansprache an die Mitarbeiter“ die Veröffentlichung einer neuen Zeitschrift mit dem Titel The Golden Age bekannt. Sie würde wichtige aktuelle Ereignisse zusammen mit ihrer biblischen Bedeutung bringen.
Seltsamerweise findet man in den heutigen Publikationen kaum Zitate aus dem Goldenen Zeitalter. Warum wohl? Etwa weil darin allerlei pseudowissenschaftlicher und -medizinischer Unsinn verbreitet wurde, sowie sonstige Spinnereien, für die man sich nur schämen kann? Zudem untersagte Russell in seinem Testament, die Veröffentlichung weiterer Publikationen. Aber auch darüber hatte sich Rutherford bereits hinweggesetzt. Erst Das vollendete Geheimnis und nun Das goldene Zeitalter.
Einige Highlights aus den Wunderwerken der Redaktionskunst der Bibelforscher, die sie in die neue Zeitschrift gekippt haben:
Aber auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn: In der Ausgabe von 26. April 1922 konnte man auf der Seite 463 davon lesen, dass eines Tage jeder einzelner ein schnurloses Telefon (Wireless Telephone) mit sich herumtragen würde und damit zuverlässige Nachrichten aus aller Welt empfangen könne. Ja, das stand tatsächlich so drin. Sollten die Zeugen tatsächlich einmal eine korrekte Vorhersage gemacht haben? Nein, denn anders als heute, verstand man damals unter dem Begriff “Wireless Telephone” Radios.
Die Bibelforscher wurden angespornt, mit dieser neuen Veröffentlichung mutig zu predigen.
Bei dem Quatsch, der darin zu lesen war, brauchten sie fürwahr Mut. Als Zeuge sollte man allerdings einmal darüber nachdenken, ob solche Schriftstücke tatsächlich unter der Leitung Jesu entstanden sein könnten, der die Organisation um Rutherford & Co. kurz zuvor als die wahre Religion gekürt haben soll.
Außerdem hatten sich einige wichtige Prophezeiungen über die letzten Tage erfüllt: Die in Maleachi 3:1-4 vorausgesagte Prüfung und Läuterung von Gottes Volk war abgeschlossen. Jehovas Volk war aus der Gefangenschaft Groß-Babylons befreit worden und Jesus hatte den „treuen und verständigen Sklaven“ eingesetzt.
Diese “Prophezeiungen” waren natürlich allesamt nachträglich auf die tatsächlichen Ereignisse gemünzt worden, wodurch sie sich “erfüllten”. Man sollte bedenken, dass alle, aber auch wirklich alle Vorhersagen Russells und Rutherfords (und ihrer Helfer), deren Erfüllungen man hätte nachprüfen können, nicht eingetroffen sind. Warum sollten denn jetzt die Dinge, die sich angeblich unsichtbar erfüllt haben, wie die Einsetzung der Wachtturm-Gesellschaft durch Jesus, richtig sein? Und die Prophezeiungen auf irgendwelche zeitgenössischen Ereignisse zu münzen ist ein leichtes Spiel für Gläubige. Die Adventisten hatten damals schließlich auch genügend Prophezeiungen auf reale Ereignisse gemünzt. Was ist nun das Besondere an Rutherfords nachträglichen “Vorhersagen”?

Gottes Strafgerichte: Warnt er immer rechtzeitig?

Quelle
Rosinenpicken ist bei Bibelgläubigen Volkssport. Bei den Zeugen ist das keinen Deut anders. Man nehme eine beliebige Aussage und suche sich Stellen in der Bibel, die zur Aussage zu passen scheinen und ignoriere dabei geflissentlich all die Passagen aus der Bibel, die einem widersprechen (alternativ erfindet man für diese hanebüchene Ausreden).
In diesem Artikel wollten die Zeugen belegen, dass Gott seine Feinde immer warnte, bevor er sie umbringen ließ. Aber irgendwie passt das nicht so ganz.
Jehova warnte in biblischer Zeit vor verschiedenen „Stürmen“ oder Strafgerichten, die er an denen vollstrecken würde, die nicht auf ihn hören wollten [...]. Er informierte die Menschen jedes Mal rechtzeitig und gab ihnen zu verstehen, wie sie seinem Willen entsprechen konnten.
Da muss ich unmittelbar an den armen Tropf denken, der in Israel am falschen Tag Holz sammelte. Zuvor wurde von Gott geboten, am Sabbat keine Arbeit zu verrichten. Aber nun hatte einer dagegen verstoßen. Was sollten die Israeliten nun tun? Gott hatte keine Strafe vorgesehen. Also schob Gott diese nach:
Jehova sagte zu Moses: „Der Mann muss unbedingt mit dem Tod bestraft werden. Die ganze Gemeinde soll ihn außerhalb des Lagers steinigen.“ (4. Mose 15:35, NWÜ 2019)
Der Kerl wusste nicht, was ihm blühen würde, nur weil er etwas ganz Banales tat. Gott hatte ihn und den Rest eben nicht rechtzeitig informiert.
Und wie war das mit Sodom und Gomorra? Da kamen Engel zu Lot, die "Sodomisten" kamen und wollten es mit diesen Engeln treiben. Nachdem Lot, gastfreundlich, wie er nunmal war, seine Töchter statt den Engeln zur Gruppenvergewaltigung angeboten hatte (1. Mose 19:8, NWÜ 2019), schlugen die Engel die Meute mit Blindheit und sagten Lot, er solle seine Familie einpacken und fliehen, weil Gott die Stadt platt machen würde. Die Einwohner wurden nicht vor diesem Strafgericht gewarnt.
Die Aussage, Gott hätte “die Menschen jedes Mal rechtzeitig” informiert, ist also falsch. Aber man fischt sich ja eh nur die Passagen heraus, die einem in den Kram passen.
Mutig warnte [Noah] die unmoralischen, gewalttätigen Menschen seiner Zeit jahrelang vor einer weltweiten Flut (1. Mo. 6:9-13, 17).
In dem angegebenen Bibeltext warnte Noah seine Mitmenschen aber nicht. Auch nicht in der gesamten Noah-Geschichte. Wo kommt die Behauptung her, Noah (und damit Gott) hätte die Menschen vor dem Strafgericht gewarnt?
Außerdem sagte er ihnen, was sie tun mussten, um verschont zu bleiben. Deshalb wurde er später auch „Prediger der Gerechtigkeit“ genannt (2. Pet. 2:5).
Ah, Petrus nannte Noah einen “Prediger der Gerechtigkeit”. Was heißt “Prediger der Gerechtigkeit”? Inwiefern bedeutet dieser Ausdruck automatisch, dass Jehova durch Noah die damaligen Menschen vor der bevorstehenden Massenertränkung gewarnt hätte? Interpretiert hier etwa jemand etwas in den Bibeltext hinein, um seinen Gott besser dastehen zu lassen?
Keiner konnte zu Recht behaupten, Gott habe ihn nicht gewarnt.
Doch, z. B. jede von Gott ertränkte Person könnte das. Jeder getötete in Sodom und Gomorra könnte das. Jeder getötete Erstgeborene in Ägypten könnte das. Gott hatte sie nicht gewarnt; nicht laut der Bibel.
Er gab den Menschen jedoch genügend Zeit, zu reagieren. Zum Beispiel ließ er bei den zehn Plagen, die Ägypten trafen, vorher Warnungen ergehen.
Und fair, wie Gott nunmal ist, hatte er Pharao dahingehend beeinflusst, dass dieser die Israeliten nicht ziehen ließ, obwohl dieser es eigentlich laut 2. Mose 8:8 (NWÜ 2019) tun wollte. Im Vers 15 des gleichen Kapitels heißt es dann aber:
Als der Pharao merkte, dass sich die Lage entspannt hatte, wurde sein Herz wieder hart, und er weigerte sich, auf Moses und Aaron zu hören, so wie Jehova es gesagt hatte.
Also wollte dieser Pharao die Israeliten doch nicht ziehen? Nicht so schnell, denn Gott hat ein Kapitel vorher dem Moses bereits angekündigt, dass er dafür sorgen würde, dass Pharao sie nicht ziehen lassen würde:
Was mich betrifft, ich werde das Herz Pharaos verstockt werden lassen, und ich werde gewiß meine Zeichen und meine Wunder im Land Ägypten mehren. (2. Mose 7:3, NWÜ)
Gott spielt wieder einmal unfair. Ja, er hat die Plagen angekündigt. Nur hatte Pharao keine andere Wahl, als die Israeliten eben nicht ziehen zu lassen. Ach, wie gerecht dieser Gott doch ist.
Aber die Zeugen wissen sich zu helfen. Sie behaupten einfach, Gott hätte den Pharao nicht aktiv beeinflusst, sondern er habe es lediglich zugelassen. Von zulassen steht aber nunmal nichts in der Bibel. Außer man liest deren neue Version ihrer Bibelübersetzung. Dort steht dann plötzlich:
Ich meinerseits werde zulassen, dass sich das Herz des Pharao verhärtet, und ich werde viele Zeichen und Wunder in Ägypten vollbringen. (2. Mose 7:3, NWÜ 2019)
Jetzt macht also nicht mehr Gott irgendeinen Blödsinn, sondern Pharaos Herz macht das irgendwie selbst. Was nicht passt, wird passend gemacht.
Weiter im Artikel:
Gott lagen die Menschen wirklich am Herzen.
Wäre das der Fall gewesen, hätte er nicht eine ganze Welt absaufen lassen. Es starben dabei Unschuldige: Kinder, Babys, Ungeborene. Selbst wenn alle Erwachsenen vollständig verkommen und uneinsichtig gewesen wären - deren Kinder konnten nichts dafür. Dennoch dachte Gott, es sei eine gute Idee, sie, wie die “bösen” Erwachsenen, einen grausamen Tod durch Ertrinken erleiden zu lassen. Anbetenswert. Gleiches gilt für die Vernichtung Sodoms und die Ermordung der Erstgeborenen in Ägypten.
Sie sollten bereuen und auf ihn hören, bevor das Strafgericht kam.
Mach, was ich dir sage, sonst bringe ich dich um! Würde ein Mensch sich so verhalten, würde jeder diesen lebenslang ins Gefängnis werfen wollen. Gott sei dank ist Gott allmächtig. Ihm kann keiner was (seine Existenz vorausgesetzt).
Jesus umriss damals wichtige weltweite Ereignisse, die heute zu beobachten sind.
Und die zu jeder Zeit beobachtbar waren. Es gibt schon einen Grund, dass praktisch in jedem Jahrhundert seit damals, das Ende von jemandem erwartet wurde, weil die “Zeichen” (Kriege, Erdbeben, Krankheiten, etc.) sichtbar waren. Für Russell waren diese Zeichen sogar eine Zusammenfassung der weltlichen Geschichte nach Jesus. Nachdem er Matthäus 24:6-8 zitiert hatte, schrieb er im Schriftstudien-Band 4 auf Seite 566.pdf) folgendes:
So summiert der Herr kurz die Weltgeschichte und zeigt damit seinen Jüngern, dass seine zweite Gegenwart, die Aufrichtung seines Reiches, noch in ferner Zukunft liege. Was ist denn in der Tat die Weltgeschichte anderes als eine Reihe von Kriegen, Hungersnöten, schweren Seuchen usw.?
Diese “Zeichen” sind so unspezifisch formuliert, dass sie auf jede Zeit in der Menschheitsgeschichte passen. Natürlich kann man diese “Zeichen” auf unsere heutige Zeit anwenden. Aber eben auch auf jede andere Zeit.
Im Einklang mit dieser Prophezeiung fordert Jehova heute jeden auf, sich seiner liebevollen Herrschaft unterzuordnen.
Und wenn man es nicht tut, bringt er einen liebevoll um. Nett.
Er möchte, dass gehorsame Menschen bereits jetzt ein besseres Leben führen und in Zukunft in einer gerechten neuen Welt viel Schönes erleben.
Nach der Zeugenlehre beinhaltet dieses “bessere Leben”, sein Leben, oder das seiner Kinder, für ein Symbol des Lebens - Blut - zu opfern, anstatt es durch eine Bluttransfusion vielleicht zu erhalten. Das besseres Leben ist in diesem Fall dann der Tod.
Gott hat seine Anbeter organisiert, damit diese göttliche Botschaft als „Zeugnis“ in rund 240 Ländern und Territorien gepredigt wird.
Wenn ich behaupten will, meine Organisation sei in 240 Ländern und Territorien aktiv, benötige ich dafür 240 Leute (und käme auch mit weniger aus). Hätte ich dadurch die gesamte Welt erreicht? Selbstverständlich nicht. Natürlich haben die Zeugen mehr Leute in den einzelnen Ländern, aber auch deren Anzahl reicht lange nicht aus, um alle erreichen zu können. Die Erwähnung der 240 Länder ist reine Augenwischerei!
Jehova möchte, dass möglichst viele seine Warnung ernst nehmen und gerettet werden, wenn der „Sturm“ kommt und er sein gerechtes Strafgericht vollstreckt.
Je länger Gott wartet, desto mehr “müssen” umgebracht werden. Die Schere zwischen der Anzahl an Zeugen und dem Rest der Welt geht immer weiter auf.
Die entscheidende Frage ist: Werden die Menschen noch rechtzeitig reagieren?
Die entscheidende Frage wäre eher: Werden die Zeugen jemals alle Menschen erreichen können? Aber dann kommt die Ausrede, Gott wisse ja bei denen, die nicht erreicht wurden, ob sie gehört hätten. Nur trifft das auf alle Menschen zu. Wozu dann das ganze Kasperletheater?
Nehmen wir uns fest vor, als Boten Gottes noch möglichst vielen zu helfen, das Ende dieses Weltsystems zu überleben.
Und noch eine typische Arbeitsanweisung der Organisation zum Schluss: Predigen gehen! Das Ende ist schließlich gleich um die Ecke.
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Il y a cinquante ans - Mai 67, massacre colonial raciste en Guadeloupe (Le Bolchévik) Décembre 2017

https://archive.li/xkjdv
Le Bolchévik nº 222 Décembre 2017
Il y a cinquante ans
Mai 67, massacre colonial raciste en Guadeloupe
2017 marque le cinquantième anniversaire de « Mé 67 » (Mai 67 en créole), le massacre de Guadeloupéens perpétré à Pointe-à-Pitre et alentours par l’Etat colonial français entre le 26 et le 28 mai 1967. La répression sauvage d’une manifestation d’ouvriers du bâtiment, sur fond d’oppression raciale et de montée du nationalisme radical, déboucha sur des scènes de chasse à l’homme racistes dans toute l’agglomération. Pendant près de vingt ans, le chiffre officiel des victimes tombées sous les balles et les coups des CRS et des gardes mobiles n’a été que de 8 morts. Puis, en mars 1985, un représentant du gouvernement Mitterrand a reconnu 87 morts. Depuis 50 ans, l’Etat français garde un voile de secret sur les morts dont il porte la responsabilité, comme pour les manifestants algériens assassinés par la police le 17 octobre 1961 à Paris.
La violence sauvage de la répression de Mai 67 en Guadeloupe s’explique par le caractère explosif des événements, où se conjuguaient une mobilisation ouvrière et la présence de militants nationalistes, avec le spectre pour la bourgeoisie d’un soulèvement qui chasserait l’impérialisme français. Cette répression reflétait la détermination de l’impérialisme français à s’accrocher aux derniers lambeaux de son empire colonial après les cuisantes défaites qu’il avait subies en Indochine et en Algérie – des défaites qui avaient encouragé les mouvements de libération nationale partout dans le monde. Aux Antilles, le régime gaulliste de l’époque redoutait la « contagion » de la Révolution cubaine de 1959, qui avait notamment inspiré la création du GONG (Groupe d’organisation nationale de la Guadeloupe), une organisation maoïste/castriste de libération nationale. Le premier mort de Mai 67 sera justement un militant du GONG, Jacques Nestor, abattu par un sniper de la police.
Cinquante ans après Mai 67, l’impérialisme français continue de maintenir sous le joug colonial ses possessions « d’Outre-Mer », parce que ces territoires restent pour lui des bases d’influence internationale et des positions militaires stratégiques. Et en même temps, il multiplie les exactions néocoloniales au nom de la « guerre contre le terrorisme » en menant des expéditions militaires meurtrières au Sahel, en Syrie ou en Irak. Bases militaires, soldats, flics et juges français, hors de Guadeloupe et des autres colonies ! Troupes françaises, hors d’Afrique et du Proche-Orient !
Le colonialisme est une réalité quotidienne faite de négation des droits nationaux et culturels, de sous-développement, de discriminations et de mépris raciste, qui se reflète dans toutes les statistiques officielles. Selon l’INSEE, le taux de chômage est deux ou trois fois plus élevé dans les colonies qu’en « France métropolitaine ». En Guadeloupe le PIB par habitant est inférieur de plus d’un tiers à celui de l’Hexagone, alors même que les produits de consommation y sont beaucoup plus chers du fait des frais d’importation depuis la France et des marges exorbitantes de la grande distribution aux mains des békés, les descendants des planteurs blancs esclavagistes.
Les Guadeloupéens noirs ont des papiers français, mais dans les faits ils sont toujours des citoyens de deuxième catégorie. En 2016, la proportion des jeunes en grande difficulté de lecture atteignait 32 % en Guadeloupe, contre environ 10 % en France. C’est directement lié aux privilèges de la langue française dans l’éducation. L’article 2 de la Constitution de la Ve République stipule que « la langue de la République est le français » et qu’il n’existe donc en France qu’une langue officielle. Toutes les autres langues parlées dans la république « une et indivisible » sont de ce fait reléguées au mieux au statut de « langues régionales » (le basque, le corse, le catalan, le breton, l’alsacien, les différents créoles, etc.).
La population de la Guadeloupe parle en majorité deux langues, le français et le créole guadeloupéen, mais un enseignement complet est disponible uniquement en français. Le créole n’est intégré dans l’éducation nationale que depuis 2001, et uniquement dans les écoles disposant d’enseignants ayant fait la démarche de suivre une formation supplémentaire pour l’enseigner. Le créole est ainsi considéré comme une langue « étrangère », enseignée en option aux côtés d’autres langues vivantes comme l’anglais, l’espagnol ou l’allemand. Pour le droit des Guadeloupéens de recevoir un enseignement dans leur propre langue de la maternelle à l’université ! Aucun privilège pour le français !
Pour le droit à l’indépendance de la Guadeloupe !
La position des marxistes authentiques a toujours été de lutter pour la libération des nations et des peuples opprimés, un combat qui fait partie intégrante de la lutte révolutionnaire pour l’émancipation du prolétariat et qui peut servir de force motrice à cette lutte. Pour nous qui combattons ici dans le « ventre de la bête » impérialiste française, ce combat présente une urgence toute particulière, comme le soulignait la huitième des « 21 conditions » d’adhésion à l’Internationale communiste de Lénine et Trotsky adoptées en juillet 1920 :
« Dans la question des colonies et des nationalités opprimées, les Partis des pays dont la bourgeoisie possède des colonies ou opprime des nations, doivent avoir une ligne de conduite particulièrement claire et nette. Tout Parti appartenant à la 3e Internationale a pour devoir de dévoiler impitoyablement les prouesses de “ses” impérialistes aux colonies, de soutenir, non en paroles mais en fait, tout mouvement d’émancipation dans les colonies, d’exiger l’expulsion des colonies des impérialistes de la métropole, de nourrir au cœur des travailleurs du pays des sentiments véritablement fraternels vis-à-vis de la population laborieuse des colonies et des nationalités opprimées et d’entretenir parmi les troupes de la métropole une agitation continue contre toute oppression des peuples coloniaux. »
Aussi, nous sommes en faveur de l’indépendance de toutes les colonies de l’impérialisme français. Cependant, nous prenons aussi en compte les sentiments ambivalents vis-à-vis de l’indépendance dans la population de la Guadeloupe : nous ne sommes pas pour la lui imposer si tel n’est pas son souhait. C’est pourquoi nous mettons en avant le droit à l’indépendance du peuple guadeloupéen, c’est-à-dire son droit de choisir lui-même s’il souhaite ou non se séparer de la France pour créer un Etat indépendant.
En Guadeloupe même, le cœur de notre perspective est la lutte pour le pouvoir ouvrier. Le renversement du capitalisme dans l’île serait un puissant levain pour la lutte de classe dans toute les Caraïbes et au-delà, tout particulièrement en France où vivent des centaines de milliers de travailleurs originaires des Antilles. Si les travailleurs prenaient le pouvoir en France, ils accorderaient immédiatement l’indépendance à la Guadeloupe et aux autres colonies françaises, et ils leur enverraient une aide massive. A bas l’impérialisme français ! Pour une république ouvrière de Guadeloupe !
Pendant des années, la LTF a pourtant activement polémiqué contre l’indépendance de la Guadeloupe, avec l’argument que celle-ci ne pourrait conduire qu’à une plus grande misère des masses. Dans un article sur le massacre de 1967 publié en 1985, nous argumentions ainsi qu’« il n’y aura aucune véritable indépendance pour un Etat bourgeois guadeloupéen ou martiniquais, surtout dans le “lac américain” qu’est la Caraïbe », en ajoutant que « dans ces petites îles, dépourvues d’économie viable, c’est seulement la misère que les nationalistes peuvent offrir aux masses » (le Bolchévik n° 57, septembre 1985). Plus récemment, en 2009, nous écrivions :
« En France le devoir d’un parti révolutionnaire est de rallier la classe ouvrière aux côtés des Antillais en lutte, mais en Guadeloupe et en Martinique la tâche cruciale est de briser l’emprise de la fausse conscience nationaliste. Sous l’impérialisme les nations ne sont pas égales et une Guadeloupe indépendante capitaliste, dont nous défendons le droit à l’existence, ne peut que rabaisser encore plus le niveau de vie des pauvres. »
– le Bolchévik n° 187, mars 2009
Nous répudions cette ligne chauvine que l’impérialisme français serait au fond bénéfique (ou d’une façon ou d’une autre représenterait un moindre mal) pour les peuples qu’il continue à coloniser, et que l’aspiration à la libération nationale de ces peuples serait une « fausse conscience » qu’il faudrait briser.
Comme nous l’expliquons dans le dernier numéro de Spartacist (édition française, n° 43), qui tire le bilan de la bataille menée lors de la Septième Conférence internationale de la LCI contre un pervertissement de longue date du léninisme sur la question nationale au sein de notre parti et dans notre propagande, avec ces arguments la LTF présentait « la libération de la Guadeloupe et de la Martinique comme étant dépendante du mouvement ouvrier français, le prolétariat local n’ayant soi-disant pas les forces par lui-même pour lutter pour sa libération ».
Ce genre d’argumentaire anti-indépendantiste pseudo-marxiste est en fait le produit d’une histoire aussi longue que celle du colonialisme impérialiste français et du mouvement ouvrier de ce pays. Dans l’Humanité d’avant-guerre, dirigée par Jean Jaurès, un congénère de ce dernier, René Viviani, pouvait écrire de l’Algérie française que « j’ai toujours pensé que la pénétration [sic] de ce peuple était le devoir de la France » et que « la conduire dans cette voie » (du développement colonial) « c’est vraiment une œuvre de noblesse qui est faite pour tenter les meilleurs » (29 juin 1904).
L’Internationale communiste mena une lutte acharnée contre les préjugés coloniaux qui continuaient d’infecter le jeune Parti communiste. Trotsky fit ainsi le rapport principal sur la question française au Quatrième Congrès de l’Internationale communiste (en 1922), où il dénonça longuement une résolution de la section de Sidi-bel-Abbès du PC en Algérie, qui disait notamment : « Un soulèvement victorieux des masses musulmanes d’Algérie qui ne serait pas postérieur à un même soulèvement victorieux des masses prolétariennes de la Métropole amènerait fatalement en Algérie un retour vers un régime voisin de la féodalité, ce qui ne peut être le but d’une action communiste. » Trotsky répondit à cela : « Quant à nous, nous ne pouvons pas tolérer deux heures ni deux minutes des camarades qui ont une mentalité de possesseurs d’esclaves et qui souhaitent que Poincaré [le chef du gouvernement français] les maintienne dans les bienfaits de la civilisation capitaliste ! »
Mé 67 : massacre et répression coloniale
Au début des années 1960, la Guadeloupe est marquée par une grave crise économique. L’industrie de la canne à sucre s’écroule (du fait de l’essor de la betterave à sucre moins chère), les plantations de banane démarrent seulement, et le tourisme est encore limité. Du fait de l’économie de dépendance imposée à ses colonies par la France, les produits importés en Guadeloupe coûtent 50 % plus cher qu’en métropole, ce qui pèse lourdement sur le niveau de vie de la population. Et, comme les autres îles de la région caribéenne, la Guadeloupe a été très fortement touchée par le cyclone Inès de septembre 1966 : 33 morts, des centaines de blessés et 15 000 sans-abri. La moitié des cultures de canne et 100 % des bananeraies ont été détruites, 25 000 ouvriers sont au chômage.
Les ouvriers agricoles licenciés des usines sucrières en faillite grossissent les rangs des ouvriers du bâtiment, un secteur en plein boom. A Pointe-à-Pitre, le maire PCG (Parti communiste guadeloupéen) Henri Bangou a ainsi lancé un chantier de construction de HLM pour commencer à remplacer les milliers de cases dans lesquelles vit une bonne partie de la population. Les conditions de travail imposées par les patrons békés ou métropolitains sont dures, les salaires misérables.
La grève de Mai 67 se déroule dans un contexte de tensions raciales exacerbées par l’affaire Srnsky. Le 20 mars 1967, donc à peine deux mois auparavant, un certain Vladimir Srnsky, propriétaire d’un magasin de chaussures à Basse-Terre, avait lancé son chien sur Raphaël Balzinc, un cordonnier noir handicapé qui avait son établi sur le trottoir d’en face, tout en proférant des insultes racistes. (Srnsky, agent gaulliste notoire, avait aussi contribué à la fraude aux élections législatives de mars en achetant des voix avec l’argent officiellement débloqué suite au cyclone Inès.) Cela rappelait trop la chasse aux esclaves fugitifs, et il y eut deux jours de révolte dans la ville. Le magasin de Srnsky à Pointe-à-Pitre fut la cible d’un engin explosif, la mairie PCG intervenant pour rétablir le calme, et Srnsky dut fuir aux Etats-Unis.
Deux mois plus tard, le 24 mai, les ouvriers du bâtiment de Pointe-à-Pitre se mettent en grève pour les salaires. Une négociation se déroule à la chambre de commerce sur la place de la Victoire, la place principale de Pointe-à-Pitre. Les patrons du bâtiment, tous blancs, ne lâchent rien. 1 000 à 2 000 personnes sont rassemblées le 26 mai pour manifester leur solidarité avec les ouvriers devant la chambre de commerce.
Soudain, la rumeur se répand qu’un dirigeant patronal aurait déclaré : « Quand les n… auront faim, ils retourneront au travail. » C’est l’étincelle qui fait exploser la colère. Les premiers projectiles (des pierres et des conques de lambis, de gros coquillages ramassés près du port) pleuvent sur les CRS et les gardes mobiles postés aux alentours. Les flics ripostent immédiatement en tirant sur la foule. Jacques Nestor tombe. Il a été visé spécialement par un sniper de la police posté sur une terrasse à côté du commissariat de police. Aux côtés du sniper se trouve le commissaire Canalès, chef de la police de Pointe-à-Pitre. Deux autres manifestants sont assassinés dans la foulée : Ary Pincemalle (une balle en pleine tête) et Georges Zadingues Gougougnan. Face à ces atrocités commises par les chiens de garde du capitalisme français, Pointe-à-Pitre se révolte. Des armureries sont pillées. Des jeunes descendent dans la rue et commencent à affronter les forces de répression.
Pierre Bolotte, préfet de Guadeloupe (il avait été l’un des organisateurs de la bataille d’Alger), organise la répression avec Jacques Foccart, éminence grise de De Gaulle. Foccart, lui-même de mère béké et de père planteur de Guadeloupe, est la cheville ouvrière de la « Françafrique ». Bolotte déploie deux escadrons de gardes mobiles, les « képis rouges ». C’est le début d’une série de rafles qui vont se transformer en véritable chasse aux Noirs.
Dans la soirée du 26, les flics et les gardes mobiles entreprennent de « nettoyer » méthodiquement la ville, quartier par quartier. Comme le racontent les journalistes Xavier-Marie Bonnot et François-Xavier Guillerm dans leur livre le Sang des Nègres, « entre chien et loup, toute personne se trouvant dans la rue devient une cible potentielle pour les militaires ». Camille Tarret, père de deux enfants, est ainsi pourchassé par les gardes mobiles, coincé dans une petite allée et froidement assassiné. Lors de la veillée funéraire organisée le soir même à son domicile, les « képis rouges » mitraillent la maison et tuent Gilles Landre, qui était venu rendre hommage à son ami d’enfance. Au soir du vendredi 26 mai, les hôpitaux se remplissent de blessés.
La répression vise aussi les militants politiques qui sont dans le collimateur du pouvoir colonial, comme Paul Tomiche, dirigeant syndical récemment exclu du comité central du Parti communiste. Il se rendra à la police le 14 juin et fera dix mois de prison.
Le samedi 27, un millier de lycéens défilent en direction de la sous-préfecture de Pointe-à-Pitre pour protester contre les atrocités de la veille. Ils sont repoussés violemment par les CRS et un autre homme, Olivier Tidas, trouve la mort. La répression se poursuit dans les casernes et les commissariats.
A l’issue des trois jours de Mai 67, les patrons cèdent sur les revendications des ouvriers du bâtiment, qui obtiennent une hausse de salaire de 25 %. Mais l’Etat poursuit sa répression. Après avoir écrasé dans le sang la révolte des Guadeloupéens, il attaque ensuite le GONG et d’autres militants anticolonialistes comme Tomiche, qu’il accuse d’être les instigateurs des émeutes de mai, et également de celles de mars à Basse-Terre.
Le PCG justifie la chasse aux sorcières contre le GONG
De son côté, le PCG dénonce les manifestations contre l’oppression coloniale. Dans un courrier interne adressé au PCF, il dénonce ainsi « une action subversive avec usage de violence et de terrorisme du plus pur style gardes rouges » (Bonnot et Guillerm, op. cit.). En France, le PCF publie deux mois plus tard une interview de Bangou, qui déclare : « A la faveur de ces événements, certains politiciens ou groupements gauchistes qui ont effectivement voulu créer un mouvement anti-blanc profitent de la présence dans les rues d’une foule de jeunes sans travail [….]. D’où l’utilisation politique et policière des groupements gauchistes pour atteindre notre Parti » (l’Humanité, 27 juillet 1967).
En France, dans la décennie qui suivit la scission avec les sociaux-chauvins au Congrès de Tours en 1920, le Parti communiste avait mis en application la perspective anticoloniale de la « Huitième condition », notamment en prenant fait et cause pour les Marocains qui s’étaient insurgés contre l’Espagne puis contre la France pendant la guerre du Rif.
Mais, en 1935, le PCF se rallia à la « défense nationale » de l’impérialisme français à l’occasion du pacte Laval-Staline. Devenu réformiste, le PC stalinisé abandonna du même coup sa lutte pour la libération des colonies de « sa » bourgeoisie. Il commença à revendiquer des « réformes » du statut colonial et à s’opposer aux luttes de libération nationale des peuples asservis par la « France démocratique », en allant parfois jusqu’à soutenir activement la répression coloniale. Ainsi, le PCF dénonça les Algériens massacrés le 8 mai 1945 à Sétif par l’armée française, les traitant de « tueurs hitlériens », tandis que les ministres « communistes » du gouvernement de Gaulle se solidarisaient avec une répression qui fit des milliers de morts.
Au sortir de la Deuxième Guerre mondiale, la fédération guadeloupéenne du PCF avait, elle aussi, une ligne ouvertement favorable à « l’assimilation » avec la France. Elle avait cependant une implantation dans la classe ouvrière et dirigea des luttes importantes dans les champs de canne à sucre et les usines sucrières. Avec les luttes anticoloniales qui secouèrent le tiers-monde durant les années 1950 et 1960 et devant l’évidence du maintien de la réalité coloniale malgré la « départementalisation » (qu’elle avait soutenue), la fédération guadeloupéenne se sépara du PCF en 1958 pour devenir le Parti communiste guadeloupéen et commença à revendiquer « l’autonomie » pour le peuple guadeloupéen – mais toujours dans le cadre de la république française « une et indivisible ». Par ailleurs, le PCG continua la collaboration de classe avec le pouvoir d’Etat colonial, notamment au niveau des municipalités. En 1967, il gérait ainsi les mairies des deux principales villes du pays, Pointe-à-Pitre (Henri Bangou) et Basse-Terre (Gerty Archimède).
L’ombre de la Révolution cubaine
Les années 1960 marquent un recul de l’impérialisme français et l’écroulement de son empire colonial. En 1960, la quasi-totalité des colonies françaises en Afrique ont obtenu leur indépendance nationale (les Comores suivront en 1975 et Djibouti en 1977). Le point d’orgue de cette décolonisation est la défaite de l’armée française en Algérie et l’indépendance du pays en 1962. Huit ans après l’écrasement de l’élite de ses parachutistes à Dien Bien Phu par les soldats du général Giap, c’est une nouvelle défaite humiliante pour l’impérialisme français qui, encore aujourd’hui, lui reste en travers de la gorge. Ces défaites de l’impérialisme français vont encourager les mouvements de libération nationale partout dans le monde.
La Révolution cubaine de 1959 est un autre facteur. Avec l’expropriation de la bourgeoisie cubaine et des entreprises impérialistes, elle aboutit à la consolidation d’un Etat ouvrier déformé. Cette révolution sociale a apporté au peuple cubain des acquis qui restent aujourd’hui encore inégalés dans le reste des Caraïbes, notamment dans les domaines de la santé et de l’éducation. En tant que trotskystes, nous défendons militairement de façon inconditionnelle l’Etat ouvrier cubain contre toute tentative de contre-révolution capitaliste, qu’elle vienne de l’extérieur ou de l’intérieur, tout en luttant pour une révolution politique prolétarienne contre la bureaucratie stalinienne castriste.
Dans les années 1960, cette révolution sociale en plein milieu des Antilles inspire la création du GONG. Elle a un énorme impact dans la gauche guadeloupéenne, PCG compris, ce qui aggrave la répression contre elle par l’Etat colonial. En 1966, les délégués du PCG à la « Conférence tricontinentale » organisée par le régime castriste votent ainsi une résolution incluant la Guadeloupe dans la liste des « peuples qui luttent pour se libérer du joug colonial traditionnel » ; ils seront bien vite désavoués par leur direction.
Le GONG, fondé en 1963 en opposition au programme assimilationniste puis « autonomiste » du PCG, reprend pourtant le programme de révolution par étapes menchévique-stalinien basé sur la collaboration de classes. Il déclare ainsi que son rôle historique est de « conduire le peuple guadeloupéen à la révolution nationale démocratique dans une 1ère étape, au socialisme dans une 2ème étape » (GONG Information Numéro spécial, janvier-février 1967). L’histoire a pourtant invariablement montré, notamment lors de la révolution chinoise de 1925-1927, ce que ce schéma veut dire : la bourgeoisie nationale prend le pouvoir dans la première étape, et dans la deuxième elle massacre les ouvriers qui se sont subordonnés à elle et l’ont portée au pouvoir.
Répression antisyndicale et anti-indépendantiste
L’esclavage a été aboli en 1848, mais la société guadeloupéenne est restée divisée en classes et en races, avec à ses deux pôles deux classes principales : d’un côté les békés et blancs pays, propriétaires des terres et des sucreries ou négociants, de l’autre les ouvriers agricoles attachés à la terre et les ouvriers d’usine à sucre, essentiellement noirs.Les grèves avaient toujours lieu en janvier ou février, à l’ouverture de la récolte sucrière. Il y eut notamment une grève générale en février 1910, qui fut réprimée dans le sang. La répression fit de nombreux morts aussi en février 1925 et en février 1952.
Aujourd’hui, l’économie de l’île est surtout basée sur les services (tourisme, fonction publique). La classe ouvrière est petite mais toujours capable de paralyser l’île, comme durant la grève générale de 2009 qui a duré 44 jours. Les capitalistes n’ont jamais digéré le fait qu’ils ont dû reculer sous la pression de cette puissante grève qui, n’était le chauvinisme des directions syndicales françaises, avait le potentiel pour s’étendre jusqu’à l’Hexagone. Gérard Bauvert, secrétaire du Comité international contre la répression (CICR), a calculé que « depuis 2009 et les grandes grèves du LKP […], plus de 100 syndicalistes, de l’UGTG majoritairement, sont en procès au pénal », en faisant remarquer qu’à l’échelle de la population, ce chiffre équivaudrait en France à « 15 000 syndicalistes poursuivis au pénal » (l’Humanité, 31 mai) ! Etat colonial raciste français, bas les pattes devant Elie Domota et tous les autres syndicalistes antillais ! Levée immédiate des poursuites !
Elie Domota est aujourd’hui encore poursuivi pour « violences en réunion ». En fait, il est persécuté parce qu’il a été l’un des principaux dirigeants de la grève de 2009, en tant que secrétaire général de l’UGTG (Union générale des travailleurs de Guadeloupe) et leader du LKP (Liyannaj kont pwofitasyon) ; et de plus il est connu comme indépendantiste et il lutte depuis des années pour faire toute la lumière sur le massacre de 1967.
Bien que le mouvement indépendantiste soit minoritaire en Guadeloupe, l’Etat colonial rançais a toujours réprimé férocement qui pourrait remettre en cause son empire colonial, que ce soit les militants indépendantistes antillais du GONG après Mai 67 ou plus récemment les militants du LKP comme Domota. Celui-ci a comparu devant le tribunal de Pointe-à-Pitre en mai puis en juillet 2017 ; l’audience a été reportée une première fois, puis une deuxième à mars 2018. A l’origine des poursuites, l’actuel président du Medef local, Bruno Blandin, un capitaliste blanc. Derrière les conflits de classe surgit bien vite aux Antilles la question de l’oppression raciale. Concernant les békés, la question est de les exproprier, et cela exige le renversement révolutionnaire du capitalisme.
Pour la révolution permanente ! Pour un parti léniniste-trotskyste en Guadeloupe !
Notre perspective pour la Guadeloupe est celle de la révolution permanente de Trotsky, qui est ainsi résumée dans le Programme de transition (1938) :
« Les pays coloniaux et semi-coloniaux sont, par leur nature même, des pays arriérés. Mais ces pays arriérés vivent dans les conditions de la domination mondiale de l’impérialisme. C’est pourquoi leur développement a un caractère combiné : il réunit en lui les formes économiques les plus primitives et le dernier mot de la technique et de la civilisation capitalistes. C’est ce qui détermine la politique du prolétariat des pays arriérés : il est contraint de combiner la lutte pour les tâches les plus élémentaires de l’indépendance nationale et de la démocratie bourgeoise avec la lutte socialiste contre l’impérialisme mondial. Dans cette lutte, les mots d’ordre démocratiques, les revendications transitoires et les tâches de la révolution socialiste ne sont pas séparés en époques historiques distinctes, mais découlent immédiatement les uns des autres. »
C’est pourquoi nous, marxistes, soutenons les luttes contre le pouvoir colonial et pour l’indépendance, y compris quand elles sont dirigées par des forces nationalistes petites-bourgeoises et bourgeoises, tout en nous battant pour une direction prolétarienne.
En Guadeloupe, en Martinique comme dans les autres colonies françaises, il faut construire des partis léninistes-trotskystes, tribuns du peuple et des opprimés, avec un programme prolétarien internationaliste. Notre perspective est l’instauration du pouvoir ouvrier. Pour une Quatrième Internationale reforgée !
http://www.icl-fi.org/francais/lebol/222/guadeloupe.html
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<3

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vertrau mir das wird dir ein lächeln ins Gesicht zaubern, deinen tag machen oder dir helfen👍
in jeder nAcht , denkt jemand an dich 💭bevor
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dreh dich um und
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Erinnere dich immer an die Komplimente die du bekommen hast.😊
Vergiss die fiesen Bemerkungen.😞
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Mach einem anderen einen schönen Tag! Bring jemanden zum Lächeln😊! Hilf jemandem! Erinnere dich das du geliebt wirst😘
F.R.E.U.N.D.E. =Freuen sich mit dir =Respektieren dich =Ermutigen dich =Unterhalten dich =Neiden dir nichts =Delmenhorst =Erretten dich
Sende das an alle diene Freunde & mich wenn ich einer bin ......wenn du 4⃣ zurückkriegst bist du gemocht aber mit 7 wirst du geliebt
P.s. Keine Gruppennachrichten
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Il y a cinquante ans - Mai 67, massacre colonial raciste en Guadeloupe (Le Bolchévik) Décembre 2017

https://archive.li/xkjdv
Le Bolchévik nº 222 Décembre 2017
Il y a cinquante ans
Mai 67, massacre colonial raciste en Guadeloupe
2017 marque le cinquantième anniversaire de « Mé 67 » (Mai 67 en créole), le massacre de Guadeloupéens perpétré à Pointe-à-Pitre et alentours par l’Etat colonial français entre le 26 et le 28 mai 1967. La répression sauvage d’une manifestation d’ouvriers du bâtiment, sur fond d’oppression raciale et de montée du nationalisme radical, déboucha sur des scènes de chasse à l’homme racistes dans toute l’agglomération. Pendant près de vingt ans, le chiffre officiel des victimes tombées sous les balles et les coups des CRS et des gardes mobiles n’a été que de 8 morts. Puis, en mars 1985, un représentant du gouvernement Mitterrand a reconnu 87 morts. Depuis 50 ans, l’Etat français garde un voile de secret sur les morts dont il porte la responsabilité, comme pour les manifestants algériens assassinés par la police le 17 octobre 1961 à Paris.
La violence sauvage de la répression de Mai 67 en Guadeloupe s’explique par le caractère explosif des événements, où se conjuguaient une mobilisation ouvrière et la présence de militants nationalistes, avec le spectre pour la bourgeoisie d’un soulèvement qui chasserait l’impérialisme français. Cette répression reflétait la détermination de l’impérialisme français à s’accrocher aux derniers lambeaux de son empire colonial après les cuisantes défaites qu’il avait subies en Indochine et en Algérie – des défaites qui avaient encouragé les mouvements de libération nationale partout dans le monde. Aux Antilles, le régime gaulliste de l’époque redoutait la « contagion » de la Révolution cubaine de 1959, qui avait notamment inspiré la création du GONG (Groupe d’organisation nationale de la Guadeloupe), une organisation maoïste/castriste de libération nationale. Le premier mort de Mai 67 sera justement un militant du GONG, Jacques Nestor, abattu par un sniper de la police.
Cinquante ans après Mai 67, l’impérialisme français continue de maintenir sous le joug colonial ses possessions « d’Outre-Mer », parce que ces territoires restent pour lui des bases d’influence internationale et des positions militaires stratégiques. Et en même temps, il multiplie les exactions néocoloniales au nom de la « guerre contre le terrorisme » en menant des expéditions militaires meurtrières au Sahel, en Syrie ou en Irak. Bases militaires, soldats, flics et juges français, hors de Guadeloupe et des autres colonies ! Troupes françaises, hors d’Afrique et du Proche-Orient !
Le colonialisme est une réalité quotidienne faite de négation des droits nationaux et culturels, de sous-développement, de discriminations et de mépris raciste, qui se reflète dans toutes les statistiques officielles. Selon l’INSEE, le taux de chômage est deux ou trois fois plus élevé dans les colonies qu’en « France métropolitaine ». En Guadeloupe le PIB par habitant est inférieur de plus d’un tiers à celui de l’Hexagone, alors même que les produits de consommation y sont beaucoup plus chers du fait des frais d’importation depuis la France et des marges exorbitantes de la grande distribution aux mains des békés, les descendants des planteurs blancs esclavagistes.
Les Guadeloupéens noirs ont des papiers français, mais dans les faits ils sont toujours des citoyens de deuxième catégorie. En 2016, la proportion des jeunes en grande difficulté de lecture atteignait 32 % en Guadeloupe, contre environ 10 % en France. C’est directement lié aux privilèges de la langue française dans l’éducation. L’article 2 de la Constitution de la Ve République stipule que « la langue de la République est le français » et qu’il n’existe donc en France qu’une langue officielle. Toutes les autres langues parlées dans la république « une et indivisible » sont de ce fait reléguées au mieux au statut de « langues régionales » (le basque, le corse, le catalan, le breton, l’alsacien, les différents créoles, etc.).
La population de la Guadeloupe parle en majorité deux langues, le français et le créole guadeloupéen, mais un enseignement complet est disponible uniquement en français. Le créole n’est intégré dans l’éducation nationale que depuis 2001, et uniquement dans les écoles disposant d’enseignants ayant fait la démarche de suivre une formation supplémentaire pour l’enseigner. Le créole est ainsi considéré comme une langue « étrangère », enseignée en option aux côtés d’autres langues vivantes comme l’anglais, l’espagnol ou l’allemand. Pour le droit des Guadeloupéens de recevoir un enseignement dans leur propre langue de la maternelle à l’université ! Aucun privilège pour le français !
Pour le droit à l’indépendance de la Guadeloupe !
La position des marxistes authentiques a toujours été de lutter pour la libération des nations et des peuples opprimés, un combat qui fait partie intégrante de la lutte révolutionnaire pour l’émancipation du prolétariat et qui peut servir de force motrice à cette lutte. Pour nous qui combattons ici dans le « ventre de la bête » impérialiste française, ce combat présente une urgence toute particulière, comme le soulignait la huitième des « 21 conditions » d’adhésion à l’Internationale communiste de Lénine et Trotsky adoptées en juillet 1920 :
« Dans la question des colonies et des nationalités opprimées, les Partis des pays dont la bourgeoisie possède des colonies ou opprime des nations, doivent avoir une ligne de conduite particulièrement claire et nette. Tout Parti appartenant à la 3e Internationale a pour devoir de dévoiler impitoyablement les prouesses de “ses” impérialistes aux colonies, de soutenir, non en paroles mais en fait, tout mouvement d’émancipation dans les colonies, d’exiger l’expulsion des colonies des impérialistes de la métropole, de nourrir au cœur des travailleurs du pays des sentiments véritablement fraternels vis-à-vis de la population laborieuse des colonies et des nationalités opprimées et d’entretenir parmi les troupes de la métropole une agitation continue contre toute oppression des peuples coloniaux. »
Aussi, nous sommes en faveur de l’indépendance de toutes les colonies de l’impérialisme français. Cependant, nous prenons aussi en compte les sentiments ambivalents vis-à-vis de l’indépendance dans la population de la Guadeloupe : nous ne sommes pas pour la lui imposer si tel n’est pas son souhait. C’est pourquoi nous mettons en avant le droit à l’indépendance du peuple guadeloupéen, c’est-à-dire son droit de choisir lui-même s’il souhaite ou non se séparer de la France pour créer un Etat indépendant.
En Guadeloupe même, le cœur de notre perspective est la lutte pour le pouvoir ouvrier. Le renversement du capitalisme dans l’île serait un puissant levain pour la lutte de classe dans toute les Caraïbes et au-delà, tout particulièrement en France où vivent des centaines de milliers de travailleurs originaires des Antilles. Si les travailleurs prenaient le pouvoir en France, ils accorderaient immédiatement l’indépendance à la Guadeloupe et aux autres colonies françaises, et ils leur enverraient une aide massive. A bas l’impérialisme français ! Pour une république ouvrière de Guadeloupe !
Pendant des années, la LTF a pourtant activement polémiqué contre l’indépendance de la Guadeloupe, avec l’argument que celle-ci ne pourrait conduire qu’à une plus grande misère des masses. Dans un article sur le massacre de 1967 publié en 1985, nous argumentions ainsi qu’« il n’y aura aucune véritable indépendance pour un Etat bourgeois guadeloupéen ou martiniquais, surtout dans le “lac américain” qu’est la Caraïbe », en ajoutant que « dans ces petites îles, dépourvues d’économie viable, c’est seulement la misère que les nationalistes peuvent offrir aux masses » (le Bolchévik n° 57, septembre 1985). Plus récemment, en 2009, nous écrivions :
« En France le devoir d’un parti révolutionnaire est de rallier la classe ouvrière aux côtés des Antillais en lutte, mais en Guadeloupe et en Martinique la tâche cruciale est de briser l’emprise de la fausse conscience nationaliste. Sous l’impérialisme les nations ne sont pas égales et une Guadeloupe indépendante capitaliste, dont nous défendons le droit à l’existence, ne peut que rabaisser encore plus le niveau de vie des pauvres. »
– le Bolchévik n° 187, mars 2009
Nous répudions cette ligne chauvine que l’impérialisme français serait au fond bénéfique (ou d’une façon ou d’une autre représenterait un moindre mal) pour les peuples qu’il continue à coloniser, et que l’aspiration à la libération nationale de ces peuples serait une « fausse conscience » qu’il faudrait briser.
Comme nous l’expliquons dans le dernier numéro de Spartacist (édition française, n° 43), qui tire le bilan de la bataille menée lors de la Septième Conférence internationale de la LCI contre un pervertissement de longue date du léninisme sur la question nationale au sein de notre parti et dans notre propagande, avec ces arguments la LTF présentait « la libération de la Guadeloupe et de la Martinique comme étant dépendante du mouvement ouvrier français, le prolétariat local n’ayant soi-disant pas les forces par lui-même pour lutter pour sa libération ».
Ce genre d’argumentaire anti-indépendantiste pseudo-marxiste est en fait le produit d’une histoire aussi longue que celle du colonialisme impérialiste français et du mouvement ouvrier de ce pays. Dans l’Humanité d’avant-guerre, dirigée par Jean Jaurès, un congénère de ce dernier, René Viviani, pouvait écrire de l’Algérie française que « j’ai toujours pensé que la pénétration [sic] de ce peuple était le devoir de la France » et que « la conduire dans cette voie » (du développement colonial) « c’est vraiment une œuvre de noblesse qui est faite pour tenter les meilleurs » (29 juin 1904).
L’Internationale communiste mena une lutte acharnée contre les préjugés coloniaux qui continuaient d’infecter le jeune Parti communiste. Trotsky fit ainsi le rapport principal sur la question française au Quatrième Congrès de l’Internationale communiste (en 1922), où il dénonça longuement une résolution de la section de Sidi-bel-Abbès du PC en Algérie, qui disait notamment : « Un soulèvement victorieux des masses musulmanes d’Algérie qui ne serait pas postérieur à un même soulèvement victorieux des masses prolétariennes de la Métropole amènerait fatalement en Algérie un retour vers un régime voisin de la féodalité, ce qui ne peut être le but d’une action communiste. » Trotsky répondit à cela : « Quant à nous, nous ne pouvons pas tolérer deux heures ni deux minutes des camarades qui ont une mentalité de possesseurs d’esclaves et qui souhaitent que Poincaré [le chef du gouvernement français] les maintienne dans les bienfaits de la civilisation capitaliste ! »
Mé 67 : massacre et répression coloniale
Au début des années 1960, la Guadeloupe est marquée par une grave crise économique. L’industrie de la canne à sucre s’écroule (du fait de l’essor de la betterave à sucre moins chère), les plantations de banane démarrent seulement, et le tourisme est encore limité. Du fait de l’économie de dépendance imposée à ses colonies par la France, les produits importés en Guadeloupe coûtent 50 % plus cher qu’en métropole, ce qui pèse lourdement sur le niveau de vie de la population. Et, comme les autres îles de la région caribéenne, la Guadeloupe a été très fortement touchée par le cyclone Inès de septembre 1966 : 33 morts, des centaines de blessés et 15 000 sans-abri. La moitié des cultures de canne et 100 % des bananeraies ont été détruites, 25 000 ouvriers sont au chômage.
Les ouvriers agricoles licenciés des usines sucrières en faillite grossissent les rangs des ouvriers du bâtiment, un secteur en plein boom. A Pointe-à-Pitre, le maire PCG (Parti communiste guadeloupéen) Henri Bangou a ainsi lancé un chantier de construction de HLM pour commencer à remplacer les milliers de cases dans lesquelles vit une bonne partie de la population. Les conditions de travail imposées par les patrons békés ou métropolitains sont dures, les salaires misérables.
La grève de Mai 67 se déroule dans un contexte de tensions raciales exacerbées par l’affaire Srnsky. Le 20 mars 1967, donc à peine deux mois auparavant, un certain Vladimir Srnsky, propriétaire d’un magasin de chaussures à Basse-Terre, avait lancé son chien sur Raphaël Balzinc, un cordonnier noir handicapé qui avait son établi sur le trottoir d’en face, tout en proférant des insultes racistes. (Srnsky, agent gaulliste notoire, avait aussi contribué à la fraude aux élections législatives de mars en achetant des voix avec l’argent officiellement débloqué suite au cyclone Inès.) Cela rappelait trop la chasse aux esclaves fugitifs, et il y eut deux jours de révolte dans la ville. Le magasin de Srnsky à Pointe-à-Pitre fut la cible d’un engin explosif, la mairie PCG intervenant pour rétablir le calme, et Srnsky dut fuir aux Etats-Unis.
Deux mois plus tard, le 24 mai, les ouvriers du bâtiment de Pointe-à-Pitre se mettent en grève pour les salaires. Une négociation se déroule à la chambre de commerce sur la place de la Victoire, la place principale de Pointe-à-Pitre. Les patrons du bâtiment, tous blancs, ne lâchent rien. 1 000 à 2 000 personnes sont rassemblées le 26 mai pour manifester leur solidarité avec les ouvriers devant la chambre de commerce.
Soudain, la rumeur se répand qu’un dirigeant patronal aurait déclaré : « Quand les n… auront faim, ils retourneront au travail. » C’est l’étincelle qui fait exploser la colère. Les premiers projectiles (des pierres et des conques de lambis, de gros coquillages ramassés près du port) pleuvent sur les CRS et les gardes mobiles postés aux alentours. Les flics ripostent immédiatement en tirant sur la foule. Jacques Nestor tombe. Il a été visé spécialement par un sniper de la police posté sur une terrasse à côté du commissariat de police. Aux côtés du sniper se trouve le commissaire Canalès, chef de la police de Pointe-à-Pitre. Deux autres manifestants sont assassinés dans la foulée : Ary Pincemalle (une balle en pleine tête) et Georges Zadingues Gougougnan. Face à ces atrocités commises par les chiens de garde du capitalisme français, Pointe-à-Pitre se révolte. Des armureries sont pillées. Des jeunes descendent dans la rue et commencent à affronter les forces de répression.
Pierre Bolotte, préfet de Guadeloupe (il avait été l’un des organisateurs de la bataille d’Alger), organise la répression avec Jacques Foccart, éminence grise de De Gaulle. Foccart, lui-même de mère béké et de père planteur de Guadeloupe, est la cheville ouvrière de la « Françafrique ». Bolotte déploie deux escadrons de gardes mobiles, les « képis rouges ». C’est le début d’une série de rafles qui vont se transformer en véritable chasse aux Noirs.
Dans la soirée du 26, les flics et les gardes mobiles entreprennent de « nettoyer » méthodiquement la ville, quartier par quartier. Comme le racontent les journalistes Xavier-Marie Bonnot et François-Xavier Guillerm dans leur livre le Sang des Nègres, « entre chien et loup, toute personne se trouvant dans la rue devient une cible potentielle pour les militaires ». Camille Tarret, père de deux enfants, est ainsi pourchassé par les gardes mobiles, coincé dans une petite allée et froidement assassiné. Lors de la veillée funéraire organisée le soir même à son domicile, les « képis rouges » mitraillent la maison et tuent Gilles Landre, qui était venu rendre hommage à son ami d’enfance. Au soir du vendredi 26 mai, les hôpitaux se remplissent de blessés.
La répression vise aussi les militants politiques qui sont dans le collimateur du pouvoir colonial, comme Paul Tomiche, dirigeant syndical récemment exclu du comité central du Parti communiste. Il se rendra à la police le 14 juin et fera dix mois de prison.
Le samedi 27, un millier de lycéens défilent en direction de la sous-préfecture de Pointe-à-Pitre pour protester contre les atrocités de la veille. Ils sont repoussés violemment par les CRS et un autre homme, Olivier Tidas, trouve la mort. La répression se poursuit dans les casernes et les commissariats.
A l’issue des trois jours de Mai 67, les patrons cèdent sur les revendications des ouvriers du bâtiment, qui obtiennent une hausse de salaire de 25 %. Mais l’Etat poursuit sa répression. Après avoir écrasé dans le sang la révolte des Guadeloupéens, il attaque ensuite le GONG et d’autres militants anticolonialistes comme Tomiche, qu’il accuse d’être les instigateurs des émeutes de mai, et également de celles de mars à Basse-Terre.
Le PCG justifie la chasse aux sorcières contre le GONG
De son côté, le PCG dénonce les manifestations contre l’oppression coloniale. Dans un courrier interne adressé au PCF, il dénonce ainsi « une action subversive avec usage de violence et de terrorisme du plus pur style gardes rouges » (Bonnot et Guillerm, op. cit.). En France, le PCF publie deux mois plus tard une interview de Bangou, qui déclare : « A la faveur de ces événements, certains politiciens ou groupements gauchistes qui ont effectivement voulu créer un mouvement anti-blanc profitent de la présence dans les rues d’une foule de jeunes sans travail [….]. D’où l’utilisation politique et policière des groupements gauchistes pour atteindre notre Parti » (l’Humanité, 27 juillet 1967).
En France, dans la décennie qui suivit la scission avec les sociaux-chauvins au Congrès de Tours en 1920, le Parti communiste avait mis en application la perspective anticoloniale de la « Huitième condition », notamment en prenant fait et cause pour les Marocains qui s’étaient insurgés contre l’Espagne puis contre la France pendant la guerre du Rif.
Mais, en 1935, le PCF se rallia à la « défense nationale » de l’impérialisme français à l’occasion du pacte Laval-Staline. Devenu réformiste, le PC stalinisé abandonna du même coup sa lutte pour la libération des colonies de « sa » bourgeoisie. Il commença à revendiquer des « réformes » du statut colonial et à s’opposer aux luttes de libération nationale des peuples asservis par la « France démocratique », en allant parfois jusqu’à soutenir activement la répression coloniale. Ainsi, le PCF dénonça les Algériens massacrés le 8 mai 1945 à Sétif par l’armée française, les traitant de « tueurs hitlériens », tandis que les ministres « communistes » du gouvernement de Gaulle se solidarisaient avec une répression qui fit des milliers de morts.
Au sortir de la Deuxième Guerre mondiale, la fédération guadeloupéenne du PCF avait, elle aussi, une ligne ouvertement favorable à « l’assimilation » avec la France. Elle avait cependant une implantation dans la classe ouvrière et dirigea des luttes importantes dans les champs de canne à sucre et les usines sucrières. Avec les luttes anticoloniales qui secouèrent le tiers-monde durant les années 1950 et 1960 et devant l’évidence du maintien de la réalité coloniale malgré la « départementalisation » (qu’elle avait soutenue), la fédération guadeloupéenne se sépara du PCF en 1958 pour devenir le Parti communiste guadeloupéen et commença à revendiquer « l’autonomie » pour le peuple guadeloupéen – mais toujours dans le cadre de la république française « une et indivisible ». Par ailleurs, le PCG continua la collaboration de classe avec le pouvoir d’Etat colonial, notamment au niveau des municipalités. En 1967, il gérait ainsi les mairies des deux principales villes du pays, Pointe-à-Pitre (Henri Bangou) et Basse-Terre (Gerty Archimède).
L’ombre de la Révolution cubaine
Les années 1960 marquent un recul de l’impérialisme français et l’écroulement de son empire colonial. En 1960, la quasi-totalité des colonies françaises en Afrique ont obtenu leur indépendance nationale (les Comores suivront en 1975 et Djibouti en 1977). Le point d’orgue de cette décolonisation est la défaite de l’armée française en Algérie et l’indépendance du pays en 1962. Huit ans après l’écrasement de l’élite de ses parachutistes à Dien Bien Phu par les soldats du général Giap, c’est une nouvelle défaite humiliante pour l’impérialisme français qui, encore aujourd’hui, lui reste en travers de la gorge. Ces défaites de l’impérialisme français vont encourager les mouvements de libération nationale partout dans le monde.
La Révolution cubaine de 1959 est un autre facteur. Avec l’expropriation de la bourgeoisie cubaine et des entreprises impérialistes, elle aboutit à la consolidation d’un Etat ouvrier déformé. Cette révolution sociale a apporté au peuple cubain des acquis qui restent aujourd’hui encore inégalés dans le reste des Caraïbes, notamment dans les domaines de la santé et de l’éducation. En tant que trotskystes, nous défendons militairement de façon inconditionnelle l’Etat ouvrier cubain contre toute tentative de contre-révolution capitaliste, qu’elle vienne de l’extérieur ou de l’intérieur, tout en luttant pour une révolution politique prolétarienne contre la bureaucratie stalinienne castriste.
Dans les années 1960, cette révolution sociale en plein milieu des Antilles inspire la création du GONG. Elle a un énorme impact dans la gauche guadeloupéenne, PCG compris, ce qui aggrave la répression contre elle par l’Etat colonial. En 1966, les délégués du PCG à la « Conférence tricontinentale » organisée par le régime castriste votent ainsi une résolution incluant la Guadeloupe dans la liste des « peuples qui luttent pour se libérer du joug colonial traditionnel » ; ils seront bien vite désavoués par leur direction.
Le GONG, fondé en 1963 en opposition au programme assimilationniste puis « autonomiste » du PCG, reprend pourtant le programme de révolution par étapes menchévique-stalinien basé sur la collaboration de classes. Il déclare ainsi que son rôle historique est de « conduire le peuple guadeloupéen à la révolution nationale démocratique dans une 1ère étape, au socialisme dans une 2ème étape » (GONG Information Numéro spécial, janvier-février 1967). L’histoire a pourtant invariablement montré, notamment lors de la révolution chinoise de 1925-1927, ce que ce schéma veut dire : la bourgeoisie nationale prend le pouvoir dans la première étape, et dans la deuxième elle massacre les ouvriers qui se sont subordonnés à elle et l’ont portée au pouvoir.
Répression antisyndicale et anti-indépendantiste
L’esclavage a été aboli en 1848, mais la société guadeloupéenne est restée divisée en classes et en races, avec à ses deux pôles deux classes principales : d’un côté les békés et blancs pays, propriétaires des terres et des sucreries ou négociants, de l’autre les ouvriers agricoles attachés à la terre et les ouvriers d’usine à sucre, essentiellement noirs.Les grèves avaient toujours lieu en janvier ou février, à l’ouverture de la récolte sucrière. Il y eut notamment une grève générale en février 1910, qui fut réprimée dans le sang. La répression fit de nombreux morts aussi en février 1925 et en février 1952.
Aujourd’hui, l’économie de l’île est surtout basée sur les services (tourisme, fonction publique). La classe ouvrière est petite mais toujours capable de paralyser l’île, comme durant la grève générale de 2009 qui a duré 44 jours. Les capitalistes n’ont jamais digéré le fait qu’ils ont dû reculer sous la pression de cette puissante grève qui, n’était le chauvinisme des directions syndicales françaises, avait le potentiel pour s’étendre jusqu’à l’Hexagone. Gérard Bauvert, secrétaire du Comité international contre la répression (CICR), a calculé que « depuis 2009 et les grandes grèves du LKP […], plus de 100 syndicalistes, de l’UGTG majoritairement, sont en procès au pénal », en faisant remarquer qu’à l’échelle de la population, ce chiffre équivaudrait en France à « 15 000 syndicalistes poursuivis au pénal » (l’Humanité, 31 mai) ! Etat colonial raciste français, bas les pattes devant Elie Domota et tous les autres syndicalistes antillais ! Levée immédiate des poursuites !
Elie Domota est aujourd’hui encore poursuivi pour « violences en réunion ». En fait, il est persécuté parce qu’il a été l’un des principaux dirigeants de la grève de 2009, en tant que secrétaire général de l’UGTG (Union générale des travailleurs de Guadeloupe) et leader du LKP (Liyannaj kont pwofitasyon) ; et de plus il est connu comme indépendantiste et il lutte depuis des années pour faire toute la lumière sur le massacre de 1967.
Bien que le mouvement indépendantiste soit minoritaire en Guadeloupe, l’Etat colonial rançais a toujours réprimé férocement qui pourrait remettre en cause son empire colonial, que ce soit les militants indépendantistes antillais du GONG après Mai 67 ou plus récemment les militants du LKP comme Domota. Celui-ci a comparu devant le tribunal de Pointe-à-Pitre en mai puis en juillet 2017 ; l’audience a été reportée une première fois, puis une deuxième à mars 2018. A l’origine des poursuites, l’actuel président du Medef local, Bruno Blandin, un capitaliste blanc. Derrière les conflits de classe surgit bien vite aux Antilles la question de l’oppression raciale. Concernant les békés, la question est de les exproprier, et cela exige le renversement révolutionnaire du capitalisme.
Pour la révolution permanente ! Pour un parti léniniste-trotskyste en Guadeloupe !
Notre perspective pour la Guadeloupe est celle de la révolution permanente de Trotsky, qui est ainsi résumée dans le Programme de transition (1938) :
« Les pays coloniaux et semi-coloniaux sont, par leur nature même, des pays arriérés. Mais ces pays arriérés vivent dans les conditions de la domination mondiale de l’impérialisme. C’est pourquoi leur développement a un caractère combiné : il réunit en lui les formes économiques les plus primitives et le dernier mot de la technique et de la civilisation capitalistes. C’est ce qui détermine la politique du prolétariat des pays arriérés : il est contraint de combiner la lutte pour les tâches les plus élémentaires de l’indépendance nationale et de la démocratie bourgeoise avec la lutte socialiste contre l’impérialisme mondial. Dans cette lutte, les mots d’ordre démocratiques, les revendications transitoires et les tâches de la révolution socialiste ne sont pas séparés en époques historiques distinctes, mais découlent immédiatement les uns des autres. »
C’est pourquoi nous, marxistes, soutenons les luttes contre le pouvoir colonial et pour l’indépendance, y compris quand elles sont dirigées par des forces nationalistes petites-bourgeoises et bourgeoises, tout en nous battant pour une direction prolétarienne.
En Guadeloupe, en Martinique comme dans les autres colonies françaises, il faut construire des partis léninistes-trotskystes, tribuns du peuple et des opprimés, avec un programme prolétarien internationaliste. Notre perspective est l’instauration du pouvoir ouvrier. Pour une Quatrième Internationale reforgée !
http://www.icl-fi.org/francais/lebol/222/guadeloupe.html
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